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Energielabel: EU vereinfacht Kennzeichnung

Das Energielabel ist bekannt für die Angabe der Energieeffizienzklasse – also des Stromverbrauchs – von Elektrogeräten. Ersichtlich wird dies anhand der Effizienzklassen A+++ bis G entlang eines grün-gelb-roten Balkens. A steht für sehr effizient, G für sehr ineffizient. Soweit klar!

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EU-Energielabel. Bildquelle: Europäische Kommission.

Wenn Sie jetzt allerdings denken, dass Ihre mit A+ gekennzeichnete Waschmaschine besonders effizient sein müsste, dann ist das leider falsch. Ein A+ steht bei Waschmaschinen für hohe Ineffizienz – solche Geräte dürfen nicht einmal mehr auf den Markt gebracht werden. Hier sollten Sie sich besser nach einem Gerät mit A+++ umschauen.

Energielabel verwirrend

Der Bundesverband der Verbraucherzentralen erklärt, dass für verschiedene Geräte unterschiedliche Skalen gelten: Die energieeffizientesten Staubsauger schaffen beispielsweise maximal Klasse A. Bei Kühlschränken gibt es die Besonderheit, dass große Geräte, die per se mehr Strom fressen unter Umständen eine bessere Klasse erreichen, als kleine, die weniger Energie verbrauchen. Das liegt daran, dass die Energieeffizienz immer auch in Relation zur Gerätegröße ermittelt wird.

Damit dieses Wirrwarr aufhört, hat die EU nun beschlossen, künftig für alle Geräte einen wirklichen Vergleich zu ermöglichen. Konkret bedeutet das, dass die Geräte in Zukunft zunächst einmal lediglich in die Klassen B bis G eingestuft werden. Klasse A bleibt frei. Das soll die Hersteller anspornen, energieeffizientere Geräte herzustellen. Sobald ein Viertel der auf dem Markt befindlichen Geräte mit “A” klassifiziert worden ist, rutschen alle eine Klasse tiefer, damit A wieder frei wird. Damit geht der Wettbewerb von vorne los.

Quelle Beitragsbild: Europäische Kommission (Energy Labelling of Products).

Antoinette Aufdermauer