Einkaufen in der BingoBox

Kürzlich berichteten wir über das neue Einzelhandelskonzept Amazon Go. Der erste Laden ist in Seattle eröffnet. Gerade ging durch die Presse, dass weitere Läden kurzfristig folgen sollen. Der Kassiervorgang entfällt dort komplett, weil Kamerasysteme erkennen, welche Artikel aus dem Regal genommen wurden.

Die Mitarbeiter können sich mit kundennahen Dingen beschäftigen: Regale auffüllen, frische Snacks zubereiten oder dem Kunden behilflich sein.

Auch in China beschäftigt man sich mit der Frage, wie der Einzelhandel der Zukunft aussehen könnte. Ein Ansatz ist die BingoBox, die es seit etwa einem Jahr gibt. Sie sieht aus wie ein Container mit Fenstern. Hinein kommt der Kunde durch Scannen eines Codes an der Eingangstür mit dem Smartphone. Drinnen sucht er sich die Artikel aus. Die Selfscanning-Kasse ermöglicht die bargeldlose Bezahlung. Und raus kommt er dann auch wieder durch das Scannen eines Codes. “Selbst ist der Kunde” gilt hier zu 100 Prozent: Es gibt überhaupt keine Angestellten vor Ort. Also kann einem auch niemand hinein-, hinaus- oder weiterhelfen. Und da kann es auch schon mal kleinere Probleme geben, wie das nachfolgende Video zeigt.

Die neuartigen Läden sind allerdings kameraüberwacht. Ganz alleine ist man also auch dort nie.

Chen Zhilin ist der Gründer und CEO von BingoBox Peking. Er ist davon überzeugt, auf der richtigen Fährte zu sein. Die Kosten sollen nur 1/10 eines herkömmlichen Ladengeschäfts betragen. Ganz besonders wichtig ist ihm, dass die Standortfrage gelöst ist: Wenn die Umsätze nicht stimmen stellt man die Box einfach woanders hin.

5000 der Boxen sollen im Laufe des Jahres 2018 in China installiert werden. Und im ersten Quartal will man auch die ersten in Südkorea und Malaysia installieren.

Bildquelle und weitere Informationen: BingoBox

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