Einheitliche Kennzeichnung für Lebensmittel?

Der Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung beginnt beim Mindesthaltbarkeitsdatum. Wir haben bereits über nationale Initiativen berichtet, die die Produktkennzeichnung in dieser Hinsicht verändern wollen. Im Rahmen der 72. Generalversammlung der Vereinten Nationen hat das Consumer Goods Forum (CGF) – ein Netzwerk der 400 größten Konsumgüterunternehmen aus 70 Ländern – nun auf internationaler Ebene dazu aufgerufen, die Kennzeichnung von Nahrungsmitteln zu vereinheitlichen. Mit einer standardisierten Kennzeichnung will die Organisation einen wichtigen Beitrag zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung leisten.

Mindesthaltbarkeitsdaten werden international unterschiedlich kenntlich gemacht. Es gibt zum Beispiel in manchen Ländern zusätzlich zum „Best before“ oder „Use by“ ein „Sell by“ oder „Display until“. Die daraus resultierende Verwirrung will das CGF bis zum Jahr 2020 mit einem international einheitlichen Food-Kennzeichnung beendet wissen.

Lebensmittelkennzeichnung – international einheitlich

Demnach sollen Einzelhändler und Lebensmittelhersteller wie Tesco, Kellogg, Walmart, Campbell, Nestlé, Carrefour und Unilever drei wichtige Schritte umsetzen:

  1. EIN Mindesthaltbarkeitsdatum pro Produkt
  2. Auswahl aus zwei Alternativen: entweder ein Verfallsdatum für verderbliche Waren (z. B. „use by“) oder ein Qualitätsindikator für nicht verderbliche Waren (z. B. „best if used by“).
  3. Aufklärung der Verbraucher über die Bedeutung der beiden Alternativen (auch unter Hinzuziehung von NGOs und Regierungsorganisationen)

Der Einzelhändler Tesco praktiziert diese Art der Kennzeichnung seit Jahren und hat bewiesen, dass sie dabei helfen kann, dass weniger Nahrung verschwendet wird. Auch Kellogg und Walmart unterstützen die harmonisierten Kennzeichnungsnormen. Einheitliche Kennzeichnung ist eine einfache und effektive Möglichkeit, die Menge an genießbaren Lebensmitteln, die von Haushalten weggeworfen werden, zu reduzieren. Acht Prozent der jährlichen Treibhausgase werden für die Herstellung von Nahrungsmitteln aufgewendet, die zurzeit noch im Müll landen (schätzungsweise 1,3 Milliarden Tonnen). Ziel der Initiative der CGF ist es, die Nahrungsmittelabfälle bis 2025 zu halbieren. Das würde den Zielen der „Sustainable Development Goals“ entsprechen.

Weitere Informationen: theconsumergoodsforum.com

Antoinette Aufdermauer

schreibt und bloggt über Lasern, Etikettieren und Drucken - die verschiedenen Kennzeichnungstechniken der Bluhm Systeme.

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