“Du fehlst!” sprach die Flasche zum Weinetikett

“Das Weinetikett ist die Visitenkarte des Weins” heißt es. Jedoch sind die Angaben auf Weinetiketten im Vergleich zu denen auf Visitenkarten international keineswegs einheitlich. Es gibt zwar EU-Vorgaben, die genau besagen, welche Informationen die Etiketten zu tragen haben: Dazu zählen Qualitätsstufe, geographische Herkunft, Abfüller, Alkoholgehalt, Nennvolumen und amtliche Prüfungsnummer. Außerdem muss seit 2006 auf jedem geschwefelten Wein – und das sind beinahe alle Weine – vermerkt sein, dass er Sulfite enthält. Die “Kann-Angaben” hingegen, die auf dem Etikett angegeben sein dürfen, aber nicht müssen, werden international sehr unterschiedlich gehandhabt.

Der Weinexperte Werner Eckert erklärt, dass in Deutschland meistens Jahrgang, Lage und Rebsorte angegeben werden. In Frankreich sind die Angaben von Region zu Region ziemlich uneinheitlich: Im Bordeaux-Gebiet stehen meistens nur Erzeuger und Jahrgang auf dem Etikett. In Burgund ist zusätzlich eine regionale Herkunft angegeben, Rebsorten jedoch nicht. Auch bei spanischen Weinen erfährt der Weintrinker die Rebsorte praktisch nie. Dafür wird der Verbraucher mit Phantasienamen konfrontiert, die zum Kauf anregen sollen. Außerdem sind auf dem Etikett die Herkunft (Weinbauregion) und der Hersteller angegeben. Das gilt auch für Italien.

Epson-Weinetiketten-Aktion von Bluhm
Weinetikett der Epson-Aktion von Bluhm

Weine können trocken, halbtrocken, lieblich oder süß sein. Nirgendwo auf der Welt wird der Verbraucher so ausführlich und umfassend darüber informiert, wie süß der Wein ist, wie in Deutschland. Das ist bei deutschen Weinen aber auch notwendiger als andernorts. Denn während in den meisten Weinländern trockener Wein die Regel und süßer Wein die Ausnahme ist, ist es hier eher umgekehrt. Seit die Kellereien die Süßung mit Süßreserve aufgebracht haben und trockenen Wein mit süßem, unvergorenem Traubensaft verschneiden, sind Geschmacksangaben in Deutschland wichtig für den Verbraucher: Sonst weiß er nicht, worauf er sich beim Kauf einer Flasche einlässt.

Die Qualität eines Weins misst das deutsche Weinrecht am Zucker: Je mehr die Traube davon hat, desto hochwertiger ist der Wein, so sagt das deutsche Gesetz – und teilt ein in Prädikatswein, Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete (QbA) und “Deutschen Wein”. Der Verband der Prädikatsweingüter, VdP, hat ein System von drei Qualitätsstufen entwickelt: Gutsweine, Ortsweine und Lagenweine. Dieses Prinzip wird von immer mehr Winzern übernommen, wenn auch oft mit anderen Begriffen.

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Nach französischem Recht gilt das Terroir – die Herkunft – als Maßstab für Weinqualität. Deshalb werden in den meisten Regionen die Weinberge in Klassen eingeteilt. Doch diese Einteilung ist nicht besonders verlässlich – genauso wenig wie die spanische: Dort ist es die Lagerzeit, die die Hauptrolle bei der Qualitätseinstufung spielt. Die Weine werden unterteilt in Crianza, Reserva und Gran Reserva – je nachdem, wie lange die Weine im Holzfass gelagert wurden. Doch hat diese Einteilung auch einen Nachteil: Ein schlechter Wein wird auch im Holzfass kein edler Tropfen – egal wie lange er liegt. In Italien stand lange Zeit auch die Lagerzeit als Maßstab für die Einstufung zur Riserva im Gesetz. Heute können Winzer faktisch fast frei entscheiden, welche ihrer Weine sie so nennen wollen.

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Abgesehen von den Angaben auf der Flasche sagt natürlich auch die Qualität des Weinetiketts selbst etwas über die Qualität des Flascheninhalts aus. Gemeinsam mit dem Druckerhersteller Epson haben wir daher die Aktion “Erstklassiger Wein verdient erstklassige Etiketten” gestartet. Musteretiketten können kostenlos angefordert werden:
epson@bluhmsysteme.com.

Antoinette Aufdermauer

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