drop-on-demand

Tröpfchen für Tröpfchen: Drop-on-Demand-Inkjetdruck

Industrielle Kennzeichnungen mittels Tintenstrahldrucker erfolgen entweder im sogenannten Drop-on-Demand- oder im Continuous Inkjet-Verfahren. Beim Drop-on-Demand-Druck wird eine Tintenkartusche mit integriertem Druckkopf verwendet.

Über- und Unterdruckwellen sorgen für den bedarfsgenauen Austritt der Tintentropfen aus der Kartusche, sodass das gewünschte Druckbild realisiert werden kann. Diese Druckwellen werden auf zwei verschiedene Arten erzeugt:

Thermische Inkjet-Drucker (TIJ)

drop-on-demand

Beim thermischen Inkjet wird der Druck durch Hitze erzeugt: Hier verursachen Heizelemente innerhalb von Hundert Millionstel Sekunden Dampfblasen in den winzig kleinen Kammern des Druckkopfes. Die Blasen sorgen in den jeweiligen Kammern für einen Überdruck, sodass die Tintentropfen punktgenau über die Düsenreihe der Kartusche entweichen. Dabei entsteht das Druckbild auf der entsprechenden Oberfläche.

TIJ-Druckkopf.

Sobald die Dampfblase kontrahiert, entsteht ein Unterdruck. Dadurch wird neue Tinte aus der Kartusche in die Kammern gezogen und der Druck kann weitergehen.

Piezo Inkjet-Drucker (PIJ)

drop-on-demand

Im Gegensatz zum Thermischen Inkjet- wird beim Piezo Inkjet-Verfahren keine Hitze, sondern elektrische Spannung zur Erzeugung des Überdrucks in der Tintenkartusche verwendet. Sobald elektrische Spannung an sogenanntes piezoelektrisches Material (Kristall oder Keramik) angelegt wird, verformt es sich. Diese Reaktion wird piezoelektrischer Effekt genannt. Durch die Verformung entsteht ein Überdruck in der Tintenkammer der Kartusche. In Folge strömen gezielt Tintentropfen aus den Druckdüsen.

drop-on-demand
CIJ-Druckkopf.

Sobald die Spannung am Piezo-Element umgepolt wird, verformt es sich in die andere Richtung. Durch den Unterdruck wird neue Tinte in die Kammer gesaugt. Da die Beaufschlagung mit elektrischer Spannung noch schneller möglich ist als das Heizen von Heizelementen, können mit Piezo Inkjet-Druckern noch höhere Druckgeschwindigkeiten erreicht werden. Die Druckköpfe überzeugen zudem mit ihrer langen Lebensdauer.

 

 

 

Drop-on-Demand-Druck

Weitere Informationen über das Drop-on-Demand- sowie alternative Verfahren finden Sie in unserem Whitepaper „Produktkennzeichnung mit Tinte“:

produktkennzeichnung

Antoinette Aufdermauer

schreibt und bloggt über Lasern, Etikettieren und Drucken - die verschiedenen Kennzeichnungstechniken der Bluhm Systeme.

Hat Ihnen dieser Beitrag gefallen?

Abonnieren Sie unseren Newsletter, um monatlich die besten Artikel per E-Mail zu erhalten:

Unser Newsletter enthält Informationen zu unseren Produkten, Angeboten, Aktionen und unserem Unternehmen. Sie können sich jederzeit wieder austragen, etwa über den "Hier abmelden"-Link in jedem Newsletter. Hinweise zum Datenschutz, Widerruf sowie Erfolgsmessung und Protokollierung erhalten Sie hier.

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.