Der Herr der Etiketten: Bluhm Produktionsleiter Matthias Brandl im Gespräch

Matthias Brandl ist Leiter der Etikettenproduktion bei Bluhm Systeme.
Matthias Brandl ist Leiter der Etikettenproduktion bei Bluhm Systeme.

In Sekundenschnelle läuft die Etikettenbahn durch die Etikettendruckmaschine, an deren Ende brillante Farb-Etiketten mit Metallic-Effekt herauskommen. „Diese Etiketten produzieren wir für einen Kosmetikhersteller. Hochwertige Produkte verlangen nach einer edlen Erscheinung. Neben der Verpackung ist das Etikett ein wichtiger Teil davon “, erzählt Matthias Brandl. Er ist seit 2015 Leiter der Etikettenproduktion bei Bluhm Systeme. Matthias Brandl und sein Team produzieren im Kundenauftrag auf den insgesamt 11 Etikettendruckmaschinen am Standort Rheinbreitbach mehr als 1 Milliarde Etiketten pro Jahr.
Im Interview erfahren wir, was ihn antreibt und welche Pläne er als Leiter der Etikettenproduktion für die Zukunft hat. Auch gibt er uns einen kleinen Rückblick.

Als Sie die Etikettenproduktion übernommen haben, waren Sie 26 Jahre jung. Wie war das damals für Sie?

Matthias Brandl: Das waren zunächst sehr viele neue Eindrücke und Herausforderungen für mich. Zwar arbeitete ich bereits seit einigen Jahren bei Bluhm Systeme, ich kannte also das Unternehmen. Aber ich hatte bis dato keine Personalverantwortung und sollte plötzlich ein 50-köpfiges Team leiten, verteilt auf mehrere Bereiche in der Abteilung. Fast alle der Mitarbeiter waren zu dem Zeitpunkt nicht nur älter, sondern auch viel länger bei Bluhm beschäftigt. Ich musste also erst einmal beweisen, dass ich die Abteilung auch tatsächlich führen kann und für meine Mitarbeiter auch einstehe. Das war damals sicherlich eine große Herausforderung.
Gleichzeitig hatte ich mir zum Ziel gesetzt, möglichst schnell die Technik und das Wissen rund um das Thema Etiketten anzueignen, um gemeinsam mit meinem Team die Etikettenproduktion weiterzuentwickeln. Es gab also viel zu lernen.

Etikettenproduktion
Etikettenproduktion

Sie sind seit 2015 Produktionsleiter bei Bluhm Systeme. Wenn Sie zurückblicken – Gibt es etwas, worauf Sie besonders stolz sind?  

Matthias Brandl: Zurückblickend gibt es einige Dinge, auf die ich stolz bin. Hervorheben möchte ich aber die technischen Fortschritte und Investitionen, die ich gemeinsam mit meinem Team und unserer Geschäftsleitung erarbeitet und erfolgreich umgesetzt habe. Stolz bin ich vor allem auch auf mein Team, mit dem wir immer in Bewegung bleiben, um jeden Tag gemeinsam ein Stück besser zu werden, um damit einen großen Mehrwert zum langfristigen Unternehmenserfolg beitragen zu können.

Was ist Ihre größte Motivation bei der Arbeit?

Matthias Brandl: Mich motiviert die große Vielfalt meiner Aufgaben sowie die umfangreiche Verantwortung. Kein Tag ist wie der andere – es bleibt also immer spannend. Aber auch die großen Gestaltungsspielräume, um Ideen zur Verbesserung direkt umzusetzen, sind reizvoll. Hier kann man noch was bewegen. Das motiviert ungemein.

Geben Sie uns einen Ausblick: Wo geht die Etikettenentwicklung hin?

Matthias Brandl: Wir beobachten einen Trend hin zu individuellen und wechselnden Layouts, bei kleineren Losgrößen und kurzen Lieferzeiten. Um diesen Anforderungen langfristig gerecht zu werden, müssen wir uns noch stärker als wir es ohnehin schon tun mit dem Thema Digitaldruck beschäftigen. Die Digitaldrucktechnik hat in den letzten Jahren aufgeholt, insbesondere auch was die Druckqualität angeht. Die Möglichkeiten, was Druckmaterialien und -farben angeht, sind nahezu unbegrenzt.
Gleichzeitig rückt in Zukunft auch der Umweltaspekt immer weiter in den Fokus. Wir verzeichnen ein zunehmendes Interesse an nachhaltigen Etiketten. Das geht mit dem Trend zu umweltfreundlichen Verpackungen einher.

Der Trend geht zu umweltfreundlichen Etiketten.
Es gibt mittlerweile einige nachhaltige Etikettenmaterialien, die den herkömmlichen in nichts nachstehen.

Es gibt viele Etikettenanbieter im Markt. Warum sollte ein Unternehmen seine Etiketten von Bluhm beziehen? Wodurch hebt sich Bluhm von den anderen Anbietern ab?

Sicherheitsetiketten
Auch Sicherheitsetiketten produziert Bluhm Systeme in der hauseigenen Etikettenproduktion.

Matthias Brandl: Das Etikett hat einen hohen Stellenwert im Unternehmensverbund Bluhm Weber. Wir produzieren Etiketten an mehreren Standorten weltweit. Durch die hohe Fachkompetenz können wir neben Standardanwendungen auch bei kritischen oder anspruchsvollen Anforderungen für jede Branche und nahezu jedes Produkt immer das passende Etikett anbieten. Hierunter fallen u.a. diverse Sicherheitsetiketten, die beispielsweise originale Produkte bzw. Manipulationen an den Verpackungen erkennbar machen sollen.

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Zudem ist Bluhm Systeme Komplettanbieter für Kennzeichnungstechnik. Das unterschiedet uns deutlich von anderen Etikettenherstellern und auch Kennzeichnungsanbietern im Markt. Bluhm bietet also für jede Anwendung sowohl die Etikettiertechnik als auch die passenden Etiketten an. Alles aufeinander abgestimmt. Unsere Kunden können somit alles aus einer Hand beziehen und haben mit uns nur einen Ansprechpartner. Dies wird von vielen Kunden geschätzt.

Welche nächsten Ziele haben Sie sich für die Etikettenproduktion gesetzt?

Matthias Brandl: Ein Ziel ist, weitere Qualitätssicherungsmaßnahmen in den Produktionsprozessen zu etablieren. Hierfür müssen die technischen Voraussetzungen geschaffen werden, beispielsweise durch Inline-Inspektionssysteme oder ein neues Rollenkonfektioniersystem, das ebenfalls mit einer hochmodernen Kamerainspektion ausgestattet ist. Außerdem streben wir eine Steigerung der Produktivität an. Dies kann u.a. durch die Optimierung von internen Prozessabläufen gelingen. Dazu gehört auch, dass bestimmte Produktionsschritte automatisiert und digitalisiert werden.

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Sie haben Fragen zu Etiketten oder wünschen eine kostenfreie Beratung? Schreiben Sie uns: etiketten@bluhmsysteme.com
Selma Kürten-Kreibohm