BluhmTV: Industrielle Typenschilder neu gedacht

Typenschilder in der Industrie sind praktisch der Personalausweis eines Produktes. Artikelnummer, Name, Herstellungsort: auf das Typenschild kommt alles drauf, damit das Produkt eindeutig gekennzeichnet ist. Deswegen müssen diese Infos auch immer auf dem Produkt bleiben. Bisher hatte man hierfür nur zwei Möglichkeiten, entweder teuer und lange haltbar oder günstig und Infos bei Beanspruchung des Produktes schnell wieder weg. Genau hierfür gibt es bei Bluhm jetzt etwas Neues. BluhmTV hat mit Laser-Experte Dennis Prahl gesprochen.

Eindeutige Kennzeichnung mit Typenschildern, warum ist das so wichtig?

Dennis Prahl: Auf einem Typenschild sollten alle produktrelevanten Daten auf einen Blick ersichtlich sein, beispielsweise Serien-, Hersteller- oder Artikelnummer. Dabei sollten diese gut lesbar und haltbar sein, mindestens so lange wie der Lebenszyklus eines Produktes.

Und dafür gibt es bei Bluhm jetzt etwas Neues: den LFM 100. Wofür steht LFM?

Dennis Prahl: LFM im steht für „Laser-Folien-Markierer“. Wie haben hier zum einen auf unserer Etiketten-Abwicklung eine spezielle Laserfolie zur Verfügung und vorne am Gerät befindet sich ein CO2-Laser, um diese Laser-Folien zu markieren. Der Laser trägt von der dementsprechenden Folie den Laser-Lack ab, um damit ein flexibles Typenschild zu erzeugen.

Und welche Materialien lassen sich damit kennzeichnen?

Dennis Prahl: Wir verwenden hier hauptsächlich Materialien von 3M oder Tesa. Diese verfügen über spezielle Laser-Lacke, die Seewasserbeständig und Lösungsmittel- und Abriebfest sind. Man könnte natürlich auch ein ganz klassisches, lackiertes Papieretikett nehmen. Der Nachteil wäre allerdings, dass dabei nicht die hohen Anforderungen an die Beständigkeit erfüllt wären. Bei diesen Spezialmaterialien kommt dazu natürlich auch noch der Kostenfaktor: wir haben hier verschiedene Materialien die zum Einsatz kommen, beispielsweise Aluminium oder Edelstahl-Typenschilder und die kosten in der Regel zwischen 1-5 Euro, je nach Größe und Material. Dieses spezielle Laserfolienmaterial ist deutlich günstiger. Das ist also auch noch mal ein ganz wichtiger Aspekt, dass ich hier nicht nur flexibles und beständiges Material habe, sondern das dann auch zu einem anständigen Preis.

Was kann das Gerät darüber hinaus und welche Möglichkeiten ergeben sich daraus?

Dennis Prahl: Durch dieses spezielle Material bin ich sehr flexibel, ich kann also, anders als bei einem klassischen Typenschild, dass in der Regel immer eine feste Größe hat, hier mit der Größe variieren. Da der Laser das Material auch ausstanzt, kann ich also beispielsweise ein Etikett von 100×50 mm Größe drucken oder aber auch ein Etikett was 100×100 mm groß ist. Das Ganze im stetigen Wechsel. Wenn ich dies mit so einem klassischen Typenschild machen möchte, muss ich das auch in jeder notwendigen Größe auf Lager haben und dann auch dementsprechend dem Gerät zuführen. Mit dem LFM100 steht alles ganz praktisch auf dem Abwickler mit Endlosmaterial zur Verfügung. Das passende Material wird also in der passenden Größe oder Form gestanzt, die ich haben möchte und dann auch dementsprechend in der Länge geschnitten. Dadurch erreiche ich größtmögliche Flexibilität, zudem ist das Material natürlich selber flexibel, also ich kann das Ganze auch auf eine Rundung aufbringen. Anders als zum Beispiel ein Metall-Typenschild, dass ich verschrauben muss und dann nicht biegen kann.

Sehen Sie das ganze Interview in der aktuellen Folge BluhmTV:

 

Stefan Leske

leitet das Marketing bei Bluhm Systeme und berichtet über alle News aus den Bereichen Kennzeichnungstechnik, Logistik, Handel und RFID.
Stefan Leske

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