Tintenzertifizierung

BluhmTV: Experteninterview Tinten-Zertifizierung

Wenn man Produkte mit Tinte kennzeichnen möchte, dann darf das nicht immer einfach irgendeine Tinte sein. Es gibt Bereiche, wie bspw. die Lebensmittelindustrie oder den Pharmabereich, da gibt es strenge Vorschriften, was eine Tinte darf und was nicht. Für Bluhm ist das Thema Tintenzertifizierung deswegen ein wichtiges Thema. BluhmTV Reporterin Lea Zoons hat sich mit Tinten-Experte Marc Sebelin getroffen und die Fragen gestellt, die viele in dem Zusammenhang interessieren.

Herr Sebelin, warum ist die Zertifizierung von Tinte für InkJet Drucker ein wichtiges Thema bei Bluhm Systeme?

Marc Sebelin: Zertifizierung ist ein großes Thema im Bereich der Direktkennzeichnung, weil wir mit der Tinte das Produkt selber verändern, auch wenn es nur minimal geschieht. In Bereichen, wo ich vielleicht Lebensmittel oder pharmazeutische Produkte bedrucke, ist es deswegen Pflicht eine dementsprechende Zertifizierung einzuholen. Sie stellt sicher, dass durch die Tinte keine Beschädigung des Produktes oder keine Verunreinigung stattfinden kann. Die Zertifizierung gewährleistet dem Benutzer, dass die Tinte genau den Anforderungen für sein Einsatzgebiet entspricht.

In welchen Bereichen sind solche Zertifizierungen besonders wichtig?

Marc Sebelin: Solche Tinten werden zum Beispiel in den Pharma-Bereichen und in der Lebensmittelindustrie eingesetzt, also überall, wo wir darauf angewiesen sind,  dass die aufgebrachte Tinte nicht in irgendeiner Art und Weise das Produkt beeinflusst. Nanopartikel, genveränderndes , giftiges Material, all solche Dinge sind nicht erlaubt in den genannten Bereichen und das wird über die verschiedenen Zertifizierungen geregelt.

Wie sehen solche Tests zur Zertifizierung von Tinten aus?

Marc Sebelin: Da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Zum einen kann ich berechnen, ob die Tintenmenge, die ich auf ein Produkt oder auf eine Kartonage aufbringen möchte schon geringer ist als der Tintenanteil, der durch das Produkt migrieren darf. Ein anderer Schritt wäre, ich bringe einen Aufdruck auf das Produkt auf und es wird mit Messmitteln im Labor geprüft, welche der Tinten-Inhaltsstoffe die Oberfläche des Produkts durchqueren können.

Steht in Sache Tinte demnächst ein besonderes spannendes Projekt an?

Marc Sebelin: Im Bereich Tinten gibt es nahezu täglich neue Entwicklungen, da gibt es verschiedene Ansatzpunkte die wir da verfolgen. Zu nennen wäre hier eine weiße Tinte, die wir aktuell auch schon im Programm haben. Diese wird jetzt 2019 noch durch eine gelbe Tinte ergänzt. Damit lassen sich auf schwarzen Untergründen sehr gute Kontraste erreichen, um dort zum Beispiel die Chargennummer oder Ähnliches aufzubringen.

Das ganze Interview mit Bluhm-Experte Marc Sebelin sehen Sie im Mitschnitt der aktuellen BluhmTV-Sendung:

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Stefan Leske

leitet das Marketing bei Bluhm Systeme und berichtet über alle News aus den Bereichen Kennzeichnungstechnik, Logistik, Handel und RFID.
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