Laserbeschriftung

BluhmTV: Experteninterview Laserbeschriftung

Eine Möglichkeit der Direktbeschriftung ist das Kennzeichnen mit Laser. Eine faszinierende Technologie, zu der wir von Kunden und Interessenten immer wieder viele Fragen gestellt bekommen. BluhmTV Reporterin Lea Zoons hat sich deshalb auf den Weg zu Produktmanager Lars Meier in unser Laser-Labor gemacht. Denn es gibt Anwendungsgebiete, für die ist Laserbeschriftung nahezu prädestiniert.

Herr Meier, wann sollte man Laserkennzeichnung einsetzen und was sind die Vorteile?

Lars Meier: Laserkennzeichnung sollte man immer dann einsetzen, wenn man ein Produkt direkt und dauerhaft kennzeichnen muss. Bei der Laserkennzeichnung verzichtet man auf Tinte oder andere Trägermittel und kann die Technologie vor allem dann gut einsetzen, wenn man bspw. berührungslos an das Material herangehen muss.

Welche Anwendungsbereiche sind für Laserbeschriftung geeignet?

Lars Meier: Ideal ist es, wenn ich zum einen Metalle kennzeichnen muss, wie bspw. in der Automotive-Industrie, wo auch viel Plastik zum Einsatz kommt. Zum anderen zur Rückverfolgbarkeit, aber auch wenn ich bspw. Bierflaschen mit Mindesthaltbarkeitsdatum versehe. Hier können wir 80.000 Flaschen pro Stunde „schießen“. Oder was zurzeit auch ein großer Trend ist: auf Lebensmittel um sie bspw. mit einem Bio-Zeichen zu markieren.

Es gibt eine Menge Laser-Modell-Varianten. Woher weiß ich, welches davon ich für meine Produktion am besten einsetze?

Lars Meier: Es gibt Faserlaser, CO2-Laser, sowie diodengepumpte Festkörperlaser. Von vornerein lässt es sich nicht generell sagen, welche Technologie davon im Betrieb zum Einsatz kommen soll. Jede hat seine ganz unterschiedlichen Vorteile und Eigenschaften. Es gibt aber eine Faustformel: man kann sagen, dass die Faserlaser und die diodengepumpten Festkörperlaser für Metalle und Plastiken gut geeignet sind und der CO2-Laser wunderbar für organische Materialien. Um unseren Kunden aber entgegen zu kommen, bemustern wir das Material vorher genau, bevor wir eine Empfehlung für einen Laser aussprechen. Das heißt, der Kunde sendet uns sein Muster zu, wir prüfen es und sprechen dann eine Empfehlung aus. Dadurch erhält der Kunde genau den richtigen Laser für seine Anwendung.

Wo liegen die Grenzen des Laser-Einsatzes und wann sollte man vielleicht besser wieder auf andere Technologien wie bspw. Inkjet zurückgreifen?

Lars Meier: Die Grenzen liegen ganz klar bei hochdynamischen Papieranwendungen. Mit Laser müssten wir das Papier verbrennen. Des Weiteren kommen wir oft bei so hochdynamischen Anwendungen, wie sie in der Papierbranche üblich sind, nicht mit dem Laser hinterher, weil er wie ein Stift über das Papier schreibt. Hier sind ganz klar Technologien wie Markoprint oder Inkjet als Tintentechnologien gefragt.

Wenn Sie jetzt noch am überlegen sind, welche Kennzeichnungstechnik für Ihre Produktion die sinnvollere ist, schnell zum Hörer greifen oder eine Mail schicken. Unsere Anwendungsberater sind gerne für Sie da.

Das ganze Interview mit Bluhm Laser-Experte Lars Meier sehen Sie im Mitschnitt der aktuellen BluhmTV-Sendung:

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Stefan Leske

Stefan Leske

leitet das Marketing bei Bluhm Systeme und berichtet über alle News aus den Bereichen Kennzeichnungstechnik, Logistik, Handel und RFID.
Stefan Leske

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