Industrie 4.0

2019: Die Trends der Kennzeichnungstechnik

Digitalisierung und Prozessautomation sind Themen, mit welchen sich die Kennzeichnungstechnik auch in diesem Jahr verstärkt beschäftigen wird. Maschinen müssen ein Stück weit selbst voraus denken um richtig reagieren zu können, wenn irgendwas nicht optimal läuft. Bluhm-Vertriebsdirektor Andreas Koch berichtet, wohin die Reise für Bluhm hier in 2019 geht.

Herr Koch, welche Vorteile bringt die Digitalisierung in der Kennzeichnungstechnik dem Einzelnen?

Andreas Koch: Im Rahmen der Digitalisierung kommt es darauf an zu wissen, was im Betrieb los ist. Unsere Aufgabe besteht darin, unsere Systeme in solchen Fällen einfach einbinden zu können. Hierzu müssen die Systeme mit den erforderlichen aktuellen und gängigen Schnittstellen ausgestattet sein, um der übergeordneten Steuerung die gewünschten Daten zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus können wir selbst dem Kunden unsere Hilfe mit der webbasierten Software Bluhmware Cockpit anbieten, um sowohl Bluhm Kennzeichner aber auch weitere beim Kunden eingesetzte Anlagenkomponenten mit einzubinden. Selbst vor der Einbindung der Systeme unserer Mitanbieter machen wir dabei nicht halt – wenn es der Gesamttransparenz der Anlage dient. Die Vorteile für den Kunden sind klar, denn die Visualisierung der Produktionsanlage lässt auf den ersten Blick in der Bildschirmdarstellung erkennen ob alles wie gewünscht arbeitet oder an welcher Stelle im Fertigungsprozess optimiert werden kann. Dadurch entstehen völlig neue Möglichkeiten.

In dem Zusammenhang haben Sie einen Begriff genannt: „Facebook für Maschinen“. Was verbirgt sich dahinter?

Andreas Koch: Eine weitere wichtige Aufgabe besteht darin, dem Kunden den Umgang mit verschiedensten Anlagenkomponenten zu vereinfachen. Im Falle einer Störung werden Bedienungsanleitungen benötigt, Firmware-Updates müssen geladen werden, Schaltpläne rasch vorliegen. Wir werden zukünftig alle Geräte mit einem Dotcode ausstatten um unserem Kunden selbst vor Ort den sofortigen Zugriff auf das Serviceportal von Bluhm zu erlauben, in dem alle anlagenspezifischen Informationen hinterlegt sind. Hierzu muss nur der Dotcode eingescannt werden, der eine Verlinkung auf die entsprechende Internetadresse beinhaltet. „Facebook für Maschinen“ ist jetzt davon die nächste logische Weiterentwicklung. Jedes System wird in das Firmennetz integriert. Somit ist der Kunde jederzeit in der Lage, alle hinterlegten Anlageninformationen am PC abzurufen und zudem aktuelle Anlagenparameter wie Druckmengen/Fehlerlogs/Warnungen oder Wartungshinweise zu erkennen. Dieses „Facebook für Maschinen“ werden wir aber nicht nur für Bluhm-Systeme umsetzen, sondern im dem Zug auch für weitere Anlagenkomponenten ausbauen. Aus diesem Grund arbeiten wir mit unseren Partnern aktuell an Konzepten die offen sind, um dem Kunden den Serviceaspekt zu vereinfachen und zu einer noch schnelleren Lösungsfindung zu kommen.

Ein wichtigster Zusammenhang hierfür ist auch das Stichwort „Automatisierter Chargenwechsel“…

Andreas Koch: Um wettbewerbsfähig zu bleiben läuft bei den meisten produzierenden Unternehmen aktuell nicht nur ein Produkt über Wochen über die Linien, sondern häufige Produktwechsel sind an der Tagesordnung. Stillstandszeiten der Fertigungsanlage kosten dabei Zeit und Geld. Diese Stillzeiten signifikant zu verkürzen, das ist einer unserer Hauptziele. Auch hierzu erweitern sich kontinuierlich unsere Konzepte. Auf Knopfdruck kann der Kunde alle Produktionsdaten aus diesem Grund demnächst automatisiert an alle Produktionsmaschinen übertragen. Diese stellen sich dann automatisch auf das neue Produkt ein, dass bearbeitet werden soll. Ein manuelles Einstellen an der Maschine wird dadurch entfallen, was die Produktionszeiten noch einmal stark beschleunigt.

Bluhm Systeme auf der Logimat 2019

Die Intralogistik von morgen ist „durchdigitalisiert“! Passend dazu präsentiert Bluhm Systeme auf der LogiMAT 2019, vom 19. – 21. Februar in Stuttgart, zukunftsweisende Hard- und Softwarelösungen für die clevere Automatisierung von Material- und Warenflüssen in Unternehmen.

Sie möchten wissen, wie Sie Ihre interne Logistik in den Bereichen Verpackung, Kennzeichnung und Auslieferung verbessern können? Dann sollten Sie Bluhm Systeme in Halle 4 am Stand F21 unbedingt besuchen!

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Stefan Leske

leitet das Marketing bei Bluhm Systeme und berichtet über alle News aus den Bereichen Kennzeichnungstechnik, Logistik, Handel und RFID.
Stefan Leske

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