Besucher
sind herzlich willkommen ! Der Tag der offenen Tür findet eigentlich
immer statt. Wo? Die genaue Adresse lautet: Radeberger Exportbierbrauerei,
Dresdner Strasse 2 in Radeberg; nur 15 km vor den Toren Dresdens.
Hier, im dem sächsischen Brauhaus mit über 130 jähriger Tradition
können die ganze Woche über angemeldete Besuchergruppen die Brauerei
in der Bierstadt Radeberg besichtigen.
Bei dem Rundgang lernt der Besucher vieles über die Radeberger Brauerei
und die Traditionsmarke Radeberger Pilsner kennen, die seit 1990 zur
Radeberger Gruppe AG (ehemals Binding Gruppe) gehört.
Gerne berichten die Führer auch über das älteste Lebensmittelgesetz
der Welt aus dem Jahre 1516. Laut dem bekannten Reinheitsgebot darf
das Bier ja nur aus den Ingredienzien Hopfen, Malz, Hefe und Wasser
bestehen. |
| In das
moderne Abfüllgebäude ist das Portal der historischen Schwankhalle
integriert |
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Der
Weg führt dabei u.a. auch durch die Fass-Abfüllanlage wo sechs Abfülllinien
im Jahr über 250.000 Hektoliter Bier in die Fässer pressen. Pro Stunde
können hier bis zu 350 Fässer von 10 ltr., 30 ltr. oder 50 ltr. abgefüllt
werden.
Ein kleines, aber umso wichtigeres Detail fällt hier den Besuchern
eher selten ins Auge. Jedes Bierfass trägt ein kleines Etikett im
Kragen mit Angaben über Abfülltag und Monat, Schichtnummer der Abfüllung,
Uhrzeit und die Losgröße.
Kein Fass darf heutzutage eine Brauerei ohne diese wichtige Kennzeichnung
verlassen.
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| Das eigentliche
Abfüllen der Fässer geschieht von Unten |
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Aufgeblasenes
Etikett
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Großes Fass, kleines Label
An dieser Stelle treffen wir auf Peter Nulle, den Leiter der Abfüllung.
Er ergänzt noch: "Das Etikett für die kleinen 10 ltr. Fässer beinhaltet
auch noch das Datum für die Mindesthaltbarkeit.
Früher war das Aufbringen dieser Etiketten ein rein manuell/mechanisches
Verfahren. Bei unseren stark steigenden Stückzahlen war diese Technik
jedoch zu reparaturanfällig und führte zu häufigen Ausfällen.
Seit Mitte 2001 läuft die KEG Etikettierung bei uns mit einem
Etikettiersystem aus dem Hause Bluhm Systeme aus Unkel am Rhein."
Weiterhin erläutert Herr Nulle: "Im Vorfeld haben wir viele Versuche
gemacht. Auch das Kennzeichnen mit InkJet Systemen haben wir in Erwägung
gezogen. Dabei stellte sich heraus, dass das Aufbringen der Kennzeichnung
zwar recht einfach vonstatten ging; die Schwierigkeit zeigte sich
jedoch beim Entfernen der Beschriftung nachdem die Fässer zu uns zurückkommen.
Aus Umwelt- und Lebensmitteltechnischen Gründen wollten wir keine
Chemikalien verwenden um die alte Kennzeichnung zu löschen." soweit
Peter Nulle. |
| Etiketten-Druck-Spender
mitSato M 8485 SE Druckmodul |
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Manuell
vs. Blow On Technik
Mit dieser Aufgabenstellung trat die Geschäftsleitung an Bluhm Systeme
heran. Die Ingenieure aus Unkel am Rhein schlugen eine Lösung mit
einem Etiketten-Druck-Spender in Blow On Technik aus der Serie
5100 mit einem integrierten SATO Druckmodul vor, sowie die Verwendung
eines besonderen Etikettenmaterials aus der Bluhmeigenen Etikettenproduktion.
Das Etikettenmaterial zeichnet sich durch einen wasserlöslichen Kleber
aus. |
| Hier
erläutert nochmals Herr Nulle: "Die Etikettieraufgabe umfasst ja nicht
nur das Aufbringen der gewünschten Labels. Umso wichtiger ist die
Frage, was geschieht mit den Etiketten, wenn die Fässer zurück in
die Abfüllung kommen. Die besonderen Etiketten von Bluhm lassen sich
in unserem Fasswascher mit "normalem" Wasser und Spülmittel einfach
ablösen. Dabei bleibt das wasserlösliche Etikett aber
am Stück erhalten, um somit die Abflüsse nicht durch einen Papierschlamm
zu verstopfen." |
| Von den
Fässern, die in die Brauerei zurückkommen, müssen die Kennzeichnungen
einfach entfernt werden können. |
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| Die Fässer,
die in die Brauerei zurückkommen werden auf das Band zur Fass-Waschanlage
gestellt. |
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| Fässer
werden dem Waschen + Entfernen der alten Etiketten zugeführt |
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| Der Kleber
des Etikettes ist wasserlöslich zum einfachen Entfernen der
Labels. Das Material selber löst sich jedoch nicht auf zum
einfachen Abspülen und Entsorgen. |
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Ausgang der Fass-Waschanlage
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Fass-Waschanlage
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Die eigentliche KEG Etikettierung erläutert uns ein Kollege
aus dem 68-köpfigen Team von Herrn Nulle: "Der Druckspender 5100 Tamp
Blow von Bluhm Systeme wird von einem Industrie PC mit der Software
Legi for Windows betrieben.
Bluhm Systeme hat uns das System so eingerichtet, dass wir nur noch
die Schichtnummer und die Losgröße eingeben müssen. Der Rest läuft
vollautomatisch. Die Daten wie Abfülltag, Monat, MHD und die Uhrzeit
generiert der integrierte SATO Drucker von alleine. Unser Firmenlogo
darf natürlich auch nicht fehlen.
Die Etiketten werden dann für jedes Fass in Echtzeit auf dem im Spender
integrierten Druckmodul ausgedruckt und BERÜHRUNGSLOS auf das Fass
aufgeblasen." |
| Die Etiketten
werden mit dem Blow On Druckspender auf die gekrümmte Oberfläche
des Fasses innerhalb des Kragen aufgeblasen |
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DieSeitenansicht
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Wartung
- schnell + einfach . . .
Auch das allerbeste System möchte ab und zu gewartet werden. Hilfreich
ist da, wenn ein System von Hause aus schnell und einfach Instand
zusetzen ist. Besonders sticht hier das SATO Druckmodul heraus. In
der Zeit, in der andere Druckmodule sich gerade des Gehäuses entledigen,
ist bei dem SATO Modul schon die komplette Wartung erledigt.
Auch so kann man die "Costs of Ownership" in vernüftigen Grenzen halten.
Diese besondere Technik, das Etikett berührungslos aufzublasen hat
den großen Vorteil, dass auch gewölbte oder gekrümmte Oberflächen
kein Problem darstellen. Auch die Positionierung des Etikettes innerhalb
des KEG Kragens stellt keine Schwierigkeit dar. |
| Die Fässer
werden von Unten befüllt. Zum Etikettieren + Versandt müssen
sie gedreht werden. Im Hintergrund sieht man den Industrie
PC, der u.a. die Etikettierung steuert. |
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| Industrie
PC mit Etikettendrucksoftware Legi for Windows von Weber |
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| Das Label
wird auf die gekrümmte Oberfläche innerhalb des Fasskragens
aufgeblasen. |
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. . . und
wo ist die Semperoper?
Solange wie die Etikettenfachleute werden wahrscheinlich kaum Besuchergruppen
in der Abfüllung verweilen. Alle fiebern schon dem Ende der Besichtigungstour
entgegen; steht doch hier eine "kritische Produktprobe" auf dem
Programm - die Verkostung von Radeberger Pilsner und dem Zwickelbier
(unfiltriertes Radeberger Pilsner).
Dabei stellt sich in feucht-fröhlicher Runde dann manchmal die Frage:
" . . .und wo ist hier die Semper-Oper?"
Die Frage ist durchaus nachvollziehbar, kennt man doch den berühmten
Fernseh-Werbespot der Radeberger Brauerei mit dem Wahrzeichen Dresdens:
der Semper-Oper.
Bereits seit 1992 kooperiert Radeberger Pilsner mit der Semperoper
und mittlerweile ist das historische Dredner Gebäude zum Schlüsselbild
der Marke anvanciert.
Beide Seiten fühlen sich als gleichwertige Partner, denn die Zusammenarbeit
wächst stetig in Umfang und Inhalt und betrifft längst nicht nur
den gemeinsamen TV-Auftritt.
Und da wird dann auch in Dresden manchmal geschmunzelt, wenn bei
der Besichtigung der Semper-Oper auch deren Gäste ab und an ernsthaft
fragen. ". . . und in welchem Gebäude wird denn nun das bekannte
Bier gebraut? . . ."
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zu Etiketten , wasserlösliche
Etiketten
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