26.05.2011, Alter: 362 Tage
Legi-Air Twin
Etikettierlösung für GHS-Anforderung

Mit Inkrafttreten der europäischen GHS Verordnung (EG) Nr. 1272/2008, genannt CLP-Verordnung (Classification, Labelling and Packaging), am 20.01.2009 wurde europaweit ein neues System für die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen eingeführt. Zurzeit befindet es sich in jedem Chemie-Unternehmen in der Umsetzungsphase. Die neuen EU Richtlinien wirken sich auch auf die Etikettieranforderungen aus. Denn neue Symbole in roter Rautenform sowie H und P-Sätze (Hazard and Precaution-Statements bzw. die Gefährdungs- und Sicherheitshinweise) ersetzen die bisher verwendeten Piktogramme auf dem orangefarbigen Quadrat und die R und S-Sätze (Risk and Safety Satements, das sind die Risiko und Sicherheitshinweise).
Mit dem Legi-Air Twin von Weber Marking Systems steht eine optimale Lösung für die neuen Kennzeichnungsaufgaben in der Chemiebranche zur Verfügung: Die Systeme von Weber Marking Systems ermöglichen eine Etikettierung von Paletten, Faltkisten und insbesondere Fässern in unterschiedlichen Abmessungen im Durchlauf.
Zweifarbiger Etikettendruck
Mit der neuen Lösung lassen sich kleine und große Stückmengen schneller und sicherer etikettieren. Neben den Gefahrenhinweisen „H“ und den Sicherheitshinweisen „P“ werden je nach Bedarf die zweifarbigen Warnsymbole in der erforderlichen Menge und Abmessung auf Blanko-Etiketten oder auf mit immer denselben Informationen vorgedruckte Etiketten mitgedruckt. Basis dieser Anlage ist ein Etikettendruckspender der Serie Legi-Air, der für den Zweifarb-Druck mit zwei Druckmodulen ausgestattet ist.
Produktbezeichnungen, Mengenangaben, Logos, Barcode (1 oder 2 dimensional) sind erprobte Praxis und seit Jahren Systemstandards der Etikettiertechnik von Weber Marking Systems. Einige Einfälle der Entwicklungs-Ingenieure waren allerdings für die Umsetzung der geforderten Zweifarbendrucke in einer automatischen Etikettierstation erforderlich.
Anpassungsfähiger Applikator
Je nach zu etikettierendem Produkt stehen verschiedene Applikatoren zum Aufbringen des Etiketts zur Verfügung. Für die Fassetikettierung ist
der Legi-Air Twin mit einem speziellen Riemenapplikator ausgestattet. Dieser ist so konzipiert, dass er sich z. B. bei der Fassetikettierung den in Höhe und Durchmesser unterschiedlichen Gebindegrößen automatisch anpasst. Dadurch ist eine positionsgenaue, mittige Etikettierung beispielsweise außerhalb der Sicken möglich. Das Etikett wird im sogenannten Wipe-On Verfahren aufgebracht, indem es von der vorbeilaufenden Produktverpackung präzise und sicher mitgenommen wird; quasi „aufgewischt“. Das fertige Etikett wird gleichmäßig vom Trägerband abgeschält, per Vakuum angesaugt und über Transportriemen zum Fass transportiert. Die Verarbeitungsgeschwindigkeit kann extrem hoch liegen, da der Druckprozess vom Vorgang des Etikettenaufspendens getrennt wurde. Übersteigt die Etikettenlänge 1/3 des Fassdurchmessers, ist es ratsam, den Rundkörper während des Etikettiervorganges zu drehen. Etikettenbreite und -länge sind vom Informationsumfang abhängig, lassen sich aber auch an die jeweiligen Kundenwünsche anpassen.
Auch gibt es eine Lösung für Vordrucketiketten: Hier kommt ein Etikettendruckspender der Serie Legi-Air mit standardmäßig nur einem Druckmodul zum Einsatz, der ebenfalls mit einem Riemenapplikator für die Fassetikettierung ausgestattet ist.