Druck durch AblenkungDiese Methode ist kommerziell seit den frühen 70'er Jahren verfügbar und wahrscheinlich die am weitesten entwickelte Codier-Technologie, die in Produktionsumgebungen eingesetzt wird. Obwohl das Prinzip ziemlich einfach ist, wurden über die Jahre eine Menge an zusätzlicher Steuerungs-Elektronik integriert. Einfache Handhabung und zuverlässiger Gebrauch waren das Ziel. Tinte wird mit Druck zur Düse transportiert und formt dort einen Strahl, der mit etwa 20 m/s austritt. Hinter der Düse ist eine piezo-elektrische Einheit angeordnet, die sich bei Anlegen einer Spannung bewegt. Diese Bewegung stört den Strahl und zerlegt diesen - falls der Zyklus der Spannungsänderung mit der Eigenschwingung des Strahls übereinstimmt - in gleichförmige Tropfen mit gleichmäßigem Abstand zueinander. An der Stelle, an der der Strahl in eine Reihe von Tropfen zerlegt wird, fliegen diese durch eine Lade-Elektrode. Durch Anlegen von Spannungen an diese Lade-Elektrode in einer Frequenz, die mit der Anzahl der erzeugten Tropfen übereinstimmt, kann jedem einzelnen Tropfen eine Ladung mitgegeben werden, die proportional der jeweilig anliegenden Ladespannung entspricht. Die Tropfen setzen ihren Weg fort und passieren zwei Ablenk-Elektroden, an denen eine Spannung in konstanter Höhe (z.B. +/- 5.000 Volt) anliegt und die dadurch ein elektrisches Kraftfeld erzeugen. Ein geladener Tropfen wird durch dieses Feld nun aus seiner ursprünglichen Flugbahn abgelenkt, wobei der Grad der Ablenkung in proportionalem Zusammenhang mit der Höhe seiner Ladung steht. Der Tropfen fliegt weiter, verlässt den Druckkopf und trifft schließlich auf die Oberfläche, die an dem Druckkopf vorbeigeführt wird und beschriftet werden soll. Wird ein Tropfen nicht geladen, so wird er auch nicht abgelenkt und in einer Öffnung (Gutter) aufgefangen, die sich am unteren Ende des Druckkopfes befindet. Von dort wird er wieder in den Tank transportiert, um wieder seinen Weg zum Druckkopf anzutreten. Einfach ausgedrückt, ist das Muster der Tropfen, die auf die Oberfläche auftreffen dem Muster ähnlich, mit dem die Tropfen geladen wurden. Aber wie so oft, ist auch hier die Praxis etwas komplizierter als die Theorie. Es ist notwendig, den Zeitpunkt des Tropfenabrisses und die Ladespannungen permanent zu synchronisieren. Auch Wechselwirkungen beim Laden müssen korrigiert, die Abstoß- und Anziehungskräfte unterschiedlich geladener Tropfen untereinander beachtet und sogar aerodynamische Wirkungen, denen die Tropfen während des Fluges unterliegen, berücksichtigt werden. Der Benutzer soll sich um diese Dinge nicht kümmern müssen. Umso mehr Vergnügen hat der Entwickler bei der Konzeption des Systems. Da der Tintenstrahl permanent in Bewegung ist, kann diese Technologie mit einer ganzen Bandbreite von Tinten eingesetzt werden, vor allen Tinten mit einer extrem schnellen Trocknungszeit (im Bruchteil einer Sekunde). Die Continuous-Technik ist daher ideal geeignet, um auf nicht-poröse Oberflächen zu drucken. So z.B. auf Metall, Glas oder Kunststoffe, auch wenn die Produkte schon unmittelbar nach der Bedruckung geführt werden müssen. Außerdem können pigmentierte Tinten verwendet werden, z.B. für die Erzielung von Farbtönen oder wo das Pigment andere Zwecke erfüllt. Durch die relativ hohe Strahlgeschwindigkeit können bei der Continuous-Technologie die Tropfen über einen größeren Abstand „geschleudert” werden als mit einem Impuls-Jet-Gerät, typisch sind 10 mm. Die Druckqualität nimmt dabei kaum ab und so kann der Druckkopf auch an ungünstigen Positionen installiert werden. Weitere Themen:Trennkraft Etikettieranlage Rupfen Liner Etikettendruckspender FINAT Bahnbreite in der Etikettenproduktion Heißfixierung Polyamidfilm-Etiketten Abziehetikettenpapier Berührungsscanner CD-Etiketten Acetat-Seide-Etiketten Adhäsion bei Etiketten Decodieren von Barcodes Punktmatrix Einzeletiketten Piezo-lnkjet Materialbahn Primer Repositionierbares Etikett Firnis Etiketten Laufrichtung Barcode zur elektronischen Erfassung |
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