Kosten senken bei Verbrauchsmaterialien

Teil 1: Tinte sparen bei Tintenstrahldruckern

Da freut sich das Sparschwein: Wir zeigen, wie Sie Tinte sparen können beim Drucken.
Da freut sich das Sparschwein!

Beim Kauf eines Tintenstrahldruckers für die industrielle Kennzeichnung gibt es einiges zu beachten. Wichtig ist, dass er für die jeweilige Anwendung geeignet ist. Darüber hinaus spielt natürlich auch der Preis eine Rolle. Doch wer sich für einen Inkjet Drucker interessiert, sollte nicht nur auf den Kaufpreis achten, sondern auch auf den Verbrauch von Tinte und den damit verbundenen Verbrauchskosten.

Ein teurer Tintenstrahldrucker, der niedrig im Verbrauch ist, kann sich auf Dauer rechnen und am Ende günstiger sein. Unabhängig davon lässt sich bei allen Tintenstrahldruckern mit ein paar Tricks der Verbrauch von Tinte  reduzieren. Bis zu 50 % können so eingespart werden.

Wir zeigen Ihnen, wie Sie Tinte sparen und die Kosten senken können.

1. Sparpotenzial bei der Druckauflösung

Großes Sparpotenzial verbirgt sich bei der Druckauflösung. Je höher die Druckauflösung ist, desto mehr Tinte verbraucht der Drucker. Die Druckauflösung wird in dpi (dots per inch, also Punktedichte) angegeben. Thermische Tintenstrahldrucker können mit bis zu 600 dpi Druckauflösung drucken. In manchen Branchen wie der Pharmaindustrie sind hochauflösende Drucke mit mindestens 300 dpi Druckauflösung wichtig, schließlich müssen die Codes automatisch auslesbar sein.

Doch in anderen Branchen reicht oft eine niedrigere Auflösung aus.
Wenn Sie also Ihre Produkte oder Verpackungen kennzeichnen, sollten Sie sich im Vorfeld fragen, ob Sie unbedingt ein hochauflösendes Druckbild benötigen oder ob auch ein niedrig auflösendes Druckbild seinen Zweck erfüllt. Denn es gilt: Bei einem Druck mit geringer Auflösung ist der Tintenverbrauch niedriger.

2. Tintenkosten senken mit der richtigen Schrift

So unterschiedlich wie unsere Handschriften sind, so unterschiedlich sind auch gedruckte Schriften. Manche sind besonders ausladend und haben Serifen. Andere wiederum sind sehr dünn. All das wirkt sich auf den Tintenverbrauch beim Drucken aus.

Es gibt durchaus Schriftarten, mit denen sich viel Tinte einsparen lässt. Herausgefunden hat dies ein Schüler namens Suvir Michandandi im Jahr 2014, als er die Schule wechselte. Michandandi wunderte sich, warum er an der neuen Schule mehr Ausdrucke ausgehändigt bekam, als an seiner vorherigen Schule. Er verglich mit Hilfe einer speziellen Software den Tintenverbrauch der Schriftarten „Garamond“, „Times New Roman“, „Century Gothic“ und „Comic Sans“. Das Ergebnis: Garamond ist besonders sparsam.

Wie die verschiedenen Schriftarten sich auf die Reichweite einer Tintenkartusche beim thermischen Inkjet-Druck auswirken, haben wir bereits anschaulich im Blogbeitrag zum Thema „Kosten sparen mit der richtigen Schriftart“ gezeigt. Mit der richtigen Schriftart kann die Menge der Drucke um über 75% gesteigert werden!

3. Tintenpatronen leer drucken mit Nonstop-Printing

Jeder nicht geplante Stopp einer Anlage kostet in der Industrie bares Geld. Auch im Bereich der Kennzeichnung geht es darum, die Anlagenverfügbarkeit zu erhöhen und Stillstandzeiten zu reduzieren. Deshalb helfen mittlerweile Chips in Tintenpatronen dabei, den Tintenfüllstand anzuzeigen: Der Bediener sieht rechtzeitig , wenn eine Tintenpatrone gewechselt werden muss. Doch viele tauschen die Patronen bei ohnehin geplantem Stillstand vorbeugend aus. So kann es passieren, dass die entnommene Tintenkartusche noch halbvoll ist.

Nonstop-Printing: Zwei Druckköpfe werden gleichzeitig betrieben. Bei Kartuschenwechsel übernimmt automatisch der andere Druckkopf die Druckaufgabe.
Nonstop-Printing: Zwei Druckköpfe werden gleichzeitig betrieben. Bei Kartuschenwechsel übernimmt automatisch der andere Druckkopf die Druckaufgabe.

Eine Lösung hierfür ist die Nonstop-Printing Funktion. Mit dieser Funktion bei den thermischen Inkjet Druckern der Serie Markoprint von Bluhm Systeme können die Tintenpatronen vollständig genutzt werden. Dabei werden zwei synchronisierte Druckköpfe gleichzeitig betrieben. Wenn eine leere Kartusche ausgetauscht werden muss, übernimmt die andere Druckkartusche automatisch und druckt weiter.

4. Sparsame zentrale Tintenversorgung

Wenn viel gedruckt wird, lohnt sich eine zentrale Tintenversorgung in mehrfacher Hinsicht.
Wenn viel gedruckt wird, lohnt sich eine zentrale Tintenversorgung in mehrfacher Hinsicht.

Wird sehr viel gedruckt, kann sich auch ein zentrales und kostengünstiges Tintenversorgungssystem lohnen. Ganz neu gibt es zum Beispiel für die Markoprint-Tintenstrahldrucker von Bluhm ein Bulksystem. Es eignet sich für die schnell trocknenden oder solventhaltigen Tinten von Hewlett Packard. Die ZTV fasst mit 400 Millilitern mehr als zehnmal so viel Tinte wie eine einzelne HP-Kartusche. Das minimiert nicht nur die Zahl der notwendigen Kartuschenwechsel, sondern reduziert auch langfristig die Kosten.

5. Mit Original-Tinten des Herstellers sparen

Auf den ersten Blick lässt sich mit Tinten von Dritt-Herstellern vermeintlich Geld sparen. Doch ist dies leider nicht der Fall. Tinten und Solvent von Fremdherstellern führen im schlimmsten Fall zu Ausfällen und Fehlern beim Drucksystem. Auch kann der Einsatz von Fremdtinten zu Lasten der Druckqualität gehen. Das kostet nicht nur unnötig Zeit, sondern auch Geld für einen Techniker. Außerdem sind Druckerkartuschen von Drittanbietern in der Regel nicht so ergiebig wie die des Originalherstellers.

6. Druckköpfe schützen

Es gibt noch eine weitere effektive Maßnahme, wie Sie Tinte sparen können: Achten Sie darauf, dass Ihre Druckkartusche nicht verschmutzt oder eintrocknet!

Druckt ein Drucker längere Zeit nicht und ist die Tintenpatrone offen, trocknet die Tinte ein. Dann druckt der Drucker zum Beispiel nur noch streifig oder gar nicht mehr. Die Tintenpatrone ist in solchen Fällen meist nicht mehr zu gebrauchen. Dies kann kann man verhindern, indem man die Tintenkartusche bei längeren Druckpausen abdeckt. Eine weitere Möglichkeit ist ein selbstverschließender Markoprint Thermo-Inkjet-Druckkopf, der sich nach einer zuvor definierten Zeit bei Stillstand selbst verschließt. Beim Wiederanfahren druckt er in gewohnter Qualität weiter.

TIPP: Bei den Markoprint-Tintenstrahldruckern gibt es im Zusammenhang mit der Drucklayout-Gestaltungssoftware iDesign einen Tintenverbrauchsrechner.  Der Bediener kann hier die Druckparameter verändern und sieht direkt, wie sich der Tintenverbrauch verändert.

Selma Kürten-Kreibohm

verantwortet seit 2007 den Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei Bluhm Systeme und schreibt in ihrer Funktion als Redakteurin über Themen aus der Welt der Kennzeichnung.

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