Obst und Gemüse lasern – Netto zieht nach

Obst und Gemüse lasern ist eine Alternative zur Plastikverpackung.
Obst und Gemüse lasern ist eine Alternative zur Plastikverpackung.

Obst und Gemüse lasern – die REWE Group hat es vorgemacht und jetzt ziehen andere nach. So testet gerade Netto, ob das Beschriften von Obst und Gemüse mit einem Laser eine Alternative zu den Plastikverpackungen ist.
Denn bisher wurden auch bei Netto Bio-Obst und -Gemüse wie Gurken oder Ingwer in Plastik abgepackt. Und genau das ist das Problem. Bei Bio geht es darum, verantwortungsvoll mit der Umwelt umzugehen und Ressourcen schonend zu produzieren. Doch Plastik ist alles andere als umweltfreundlich.

Im Moment ist es üblich, alle Informationen mit einem Etikett entweder auf der Verpackung oder direkt auf dem Produkt aufzubringen.

Obst und Gemüse ist in den Supermärkten überwiegend abgepackt und etikettiert. Bildquelle: ©fascinadora – fotolia.com

Mit einem Laser aber lassen sich Text, Logos oder Daten dauerhaft direkt auf Obst und Gemüse aufbringen. Der Geschmack oder die Haltbarkeit des frischen Produkts werden dabei nicht beeinträchtigt. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von „Natural Labeling“.

Lasern von Obst und Gemüse hat viele Vorteile

Das sogenannte „Natural Labeling“ mit einem Laser bietet einige Vorteile gegenüber anderen Verfahren wie dem Bedrucken oder Etikettieren von Verpackungen.

Vorteile für Produzenten und Händler:

  • langfristig geringere Kosten, da keine Verpackungsmaterialien und Verbrauchsmaterialien wie Etiketten benötigt werden
  • dauerhafte Kennzeichnung – Laserbeschriftung ist permanent, Etiketten können abfallen
  • schnelles, sauberes Verfahren

Doch auch die Verbraucher profitieren, wenn Unternehmen ihr Obst und Gemüse lasern, statt es abzupacken. Sie müssen keine größeren abgepackten Einheiten nehmen, sondern können genau nach Bedarf einkaufen.

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Sie möchten wissen, ob dieses Beschriftungsverfahren auch für Ihr Produkt in Frage kommt? Die Muster-Abteilung von Bluhm Systeme bemustert gerne Ihr Produkt, damit Sie einen Eindruck bekommen, wie es aussehen könnte. Für Sie entstehen keine Kosten oder Verpflichtungen!

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Was gibt es zu beachten, wenn man Obst und Gemüse lasern möchte?

Peter Scheidgen, Produktmanager Laser von Bluhm Systeme
Peter Scheidgen, Produkmanager für Laser bei der Bluhm Systeme GmbH

Peter Scheidgen, Produktmanager Laser von Bluhm Systeme, beantwortet die wichtigsten Fragen:

Ist die Laserkennzeichnung unbedenklich?
Scheidgen: Ja. Die EU hat 2013 das Verfahren für unbedenklich erklärt.* Denn das Produkt wird bei dem Laservorgang nur erhitzt, ähnlich wie zum Beispiel in einer Pfanne. Der Laserstrahl ist gebündeltes Licht, welches thermisch auf das Material einwirkt.

 


Lässt sich jedes Gemüse und Obst mit Laser beschriften?
Scheidgen: Grundsätzlich ja. Jedoch lassen sich manche Produkte deutlicher beschriften als andere. Generell erzielt man den Kontrast entweder durch Abtragen einer Schicht oder durch Verbrennung. Manche Produkte bieten hier einen höheren Kontrast als andere.

Welchen Vorteil hat die natürliche Kennzeichnung?
Scheidgen: Durch das direkte Beschriften der Produkte mit Laser kann auf die Verpackung und Etiketten verzichtet werden. Das spart eine Menge CO2 ein. Außerdem werden keine Fremdstoffe wie Etikettenkleber oder Tinte eingesetzt. Ein weiterer Vorteil: Die Kennzeichnung ist beständig. Etiketten auf der Frucht oder dem Gemüse können sich leicht ablösen.

Handelt es sich dabei um eine neue Technologie?
Scheidgen: Nein. Bluhm Systeme setzt Laser bereits seit 16 Jahren in den verschiedensten Bereichen ein. Insbesondere dort, wo schnell, präzise und haltbar Informationen aufgebracht werden müssen, ist Laser unschlagbar. Auch ist die Lasertechnologie langfristig kostengünstiger, da hier weder Tinte, Etiketten oder Farbbänder benötigt werden.

Wie kann ich die Laser-Technik bei mir integrieren?
Scheidgen: Bluhm hat in dem Bereich bereits jahrelange Erfahrung. Da jeder Kunde andere Bedürfnisse und Interessen hat, gehen wir individuell darauf ein. Neben Komplettlösungen inklusive Fördertechnik bieten wir auch Handarbeitsplätze und Einzelsysteme an. Gemeinsam mit den Maschinenbauern des Vertrauens erfolgt dann die Umsetzung.

Wie am besten mit dem Projekt anfangen?

Obst und Gemüse lasern ist kein „Hexenwerk“. Doch sollten generell bei so einem Projekt vorab einige Punkte geklärt werden. Bei Obst und Gemüse handelt es sich um organische Produkte. So gleicht zum Beispiel keine Aubergine der anderen. Sie alle weichen in Größe, Form und Reifegrad voneinander ab.
Da außerdem jedes Material anders reagiert, ist es notwendig im Vorfeld das Produkt zu bemustern. Hierfür stehen unterschiedliche Laserarten und Wattstärken zur Verfügung.
Auch die Produktzuführung muss beispielsweise geklärt werden. Soll das Obst oder Gemüse automatisiert dem Laser zugeführt werden? Oder legt ein Mitarbeiter das Obst und Gemüse händsich in ein Produktnest und löst manuell den Laserbeschriftungsvorgang aus?

Gerne führt Bluhm eine kostenlose Testbemusterung für Sie durch. Die Systemberater beraten außerdem auch ausführlich vor Ort bei den Firmen und führen dort den Laser vor.

Lesen Sie zum Thema „Obst und Gemüse lasern“ auch den Artikel „Lebensmittel beschriften mit Laser“  

 

*Siehe EU Richtlinie COMMISSION REGULATION (EU) No 510/2013, 3. Juni 2013

http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2013:150:0017:0020:EN:PDF

Selma Kürten-Kreibohm

verantwortet seit 2007 den Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei Bluhm Systeme und schreibt in ihrer Funktion als Redakteurin über Themen aus der Welt der Kennzeichnung.

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