lichtbeständigkeit

UV-beständige Farbetiketten? Wir haben getestet!

Farbetiketten sind schön – und sollen es auch eine Zeit lang bleiben! Ärgerlich, wenn die Farbe schon nach kürzester Zeit ausbleicht und das Bild unansehnlich wird. Viele Anbieter von Tinten oder Farbbändern rühmen die ausgezeichnete Lichtbeständigkeit und sogar Wasserbeständigkeit ihrer Druckergebnisse. Aber es gibt zum Teil deutliche Qualitätsunterschiede.

Beispielhaftes Farbetikett.

Xenotest mit Wollskala

Wir wollten es genau wissen und haben daher drei verschiedene Verfahren einem sogenannten Xenotest unterzogen. Beim Xenotest werden Sonnenlicht und Witterungseinflüsse in einer Art Zeitraffer simuliert, um optische und mechanische Veränderungen der Testsubstanzen innerhalb von kurzer Zeit erkennbar zu machen. Da es keine einheitliche Prüfnorm für Druckerzeugnisse gibt, haben wir die Lichtbeständigkeit der Farbdrucke in Anlehnung an etablierte Verfahren aus der Textilindustrie prüfen lassen. Dabei wurden die Musterdrucke zusammen mit einem Lichtechtheitsmaßstab – der sogenannten Wollskala – dem Licht eines Lichtechtheitsprüfgeräts (Xenon-Leuchte mit 42 w/m2) ausgesetzt. Anschließend lässt sich die Lichtechtheit ermitteln, indem die Veränderungen der Probe und der Wollskala miteinander verglichen werden.

Getestete Druckverfahren

Für diesen Test wählten wir folgende Verfahren aus:

  • Thermotransferdruck mit Super Premium R-Farbband auf PE weiß-mattem Etikettenmaterial
  • Inkjetdruck mit pigmentierter Epson DURABrite Ultra Tinte, gedruckt mit Epson Farbetikettendrucker C7500 auf Inkjet-PE weiß-mattem Etikettenmaterial
  • Inkjetdruck mit farbbasierter (dye-based) Tinte, gedruckt mit Legicolor 1000 auf Inkjet-PE weiß-mattem Etikettenmaterial

Testergebnisse „Lichtbeständigkeit“

Beim Xenotest wurde der obere Teil der Aufdrucke ab etwa der Mitte abgedeckt, um die Auswirkung der Bestrahlung gegenüberstellen zu können.

Was meinen Sie, wer am besten abgeschnitten hat? Hier die Ergebnisse:

Drucktechnologie Farbton Dauer bis zum Farbverlust
Inkjetdruck mit pigmentierter Epson DURABrite Ultra Tinte Schwarz kein Farbverlust
Rot kein Farbverlust
Grün kein Farbverlust
Blau kein Farbverlust
Thermotransferdruck mit Super Premium R-Farbband Schwarz 4 Stunden
Rot kein Farbverlust
Grün 132 Stunden
Blau kein Farbverlust
Inkjetdruck mit farbbasierter (dye-based) Tinte Schwarz 38 Stunden
Rot 2 Stunden
Grün 4 Stunden
Blau 2 Stunden

1. Platz: Epson Tinte

Wie Sie sehen, verfügt die Epson DURABrite Ultra-Tinte über die beste Lichtbeständigkeit. Auch nach 132 Stunden Sonnenbestrahlung zeigte sich beim Testsieger keinerlei Beeinträchtigung der Farbintensität!

Testergebnis UV-Beständigkeit Epson Tinte

2. Platz: Thermotransferdruck

Auf dem zweiten Platz landet der Thermotransferdruck. Hier beginnt sich lediglich die schwarze Farbe nach vier Stunden Bestrahlung abzuschwächen.

Testergebnis UV-Beständigkeit Thermotransferdruck

Letzter Platz: Dye-based (farbstoffbasierte) Tinte

„Verlierer“ unseres Tests ist die farbstoffbasierte „dye-based“ Tinte. Alle Farben schwächen sich nach einer gewissen Zeit ab – drei von vier Farben bereits nach zwei bis vier Stunden.

Testergebnis UV-Beständigkeit farbstoffbasierte Tinte
Farbstoffbasierte Tinte beginnt bereits nach zwei Stunden zu verblassen (s. untere Balkenhälfte).

Antoinette Aufdermauer

schreibt und bloggt über Lasern, Etikettieren und Drucken - die verschiedenen Kennzeichnungstechniken der Bluhm Systeme.

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