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Kleben „wie Sau“: Etiketten gegen Parksünder

Neulich in Köln – es ist spät am Abend, das Wetter regnerisch, der Straßenverkehr eine Katastrophe. Da! Endlich eine Parklücke. Schwupps, hinein, abschließen und weg. Kein Gedanke daran, dass man dort – eingeklemmt zwischen zahlreichen anderen parkenden Fahrzeugen – womöglich gar nicht parken darf…

Bei der Rückkehr klemmt zum Glück kein Strafzettel hinter dem Scheibenwischer. Allerdings klebt da ein Aufkleber in Augenhöhe auf der Windschutzscheibe:

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Kleben „wie Sau“: Etiketten gegen Parksünder. Bildquelle: fuss-ev.de

Ok, ihr habt ja Recht! Mea culpa! Hab´s verstanden. Scheibenwischer an und – NICHTS! Der Wischer fährt ohne sichtbares Ergebnis über das Etikett. Das Label scheint den Wischer förmlich auszulachen. Also Wischwasser an und – WIEDER NICHTS! Bilde mir ein, ein höhnisches Lachen wahrzunehmen.

Rechts ranfahren. Jetzt kommt der Eiskratzer zum Einsatz! Aber auch der richtet nicht viel aus – kratzt allenfalls Druck und Etikettenränder leicht ab. Super, zum Aufkleber an sich gesellen sich jetzt noch klebrige Papierfitzel hinzu. Wieder einsteigen, Wischwasser an – das Spiel beginnt von vorne… Jetzt wird´s langsam ärgerlich!

„Markt“ für Parksünder-Etiketten

Der Ärger vermischt sich mit Faszination über die starke Haftung des Klebers. Denn wer in einer Firma mit eigener Etikettenproduktion arbeitet, den interessieren solche Themen. Ein Blick ins Internet offenbart einen richtigen Markt für solche Parksünder-Etiketten. Es gibt Initiativen gegen Falschparker – allen voran der Fachverband Fußverkehr Deutschland (FUSS e.V.). Anprangernde Aufkleber werden in verschiedensten Versionen und jeweils hohen Auflagen angeboten. Gerichtsurteile werden zitiert, ob das Aufkleben der Etiketten als Sachbeschädigung gilt – ob der verärgerte Passant mit „Stickerstapel im Anschlag“ also mit rechtlichen Konsequenzen zu rechnen hat.

Zurück zu „meinem“ Etikett: Am nächsten Tag leihe ich mir im Büro kurz Etikettenlöser aus und sprühe den Sticker mit einem Besorgnis erregenden, weil leicht aggressivem Jauchzen ein. Danach kratze ihn in einer einzigen Bewegung mit einem Glasschaber ab. Erledigt!

Seit dem Stickervorfall achte ich jedoch ziemlich genau darauf, wo ich parke. Mich haben die „Aktivisten“ also bekehrt…

Quelle Beitragsbild: noz.de


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Antoinette Aufdermauer

schreibt und bloggt über Lasern, Etikettieren und Drucken - die verschiedenen Kennzeichnungstechniken der Bluhm Systeme.

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