Geschichte des Etiketts

Etiketten Besserwisser: Die Geschichte des Etiketts

Das ein Etikett so wunderbar ist, wie es ist, dem liegt ein langer Entwicklungsprozess zu Grunde. Und dieser Prozeß ist glücklicherweise immer noch nicht abgeschlossen. Weiteren Neuerungen und Weiterentwicklungen bei Etiketten können wir uns sicher sein; weiterhin können wir staunen und uns freuen.

Die Geschichte des Etiketts: Die Anfänge

Natürlich fängt die Sache mit der Kennzeichnung irgendwann vor Christus an. Nämlich mit Beginn der ersten größeren Siedlungen und Hochkulturen.

Denkt man darüber kurz nach, leuchtet es einem sofort ein: Schon 6000 v. Chr. muss Kennzeichnung mit Sicherheit ein Thema gewesen sein. Um Ordnung zu schaffen und diese auch zu erhalten, musste gekennzeichnet werden.

Da lag es auch nahe, Weingefäße zu beschriften. Damit jeder wusste, was drin war und was genau er da trank (Weinsorte, Herkunft und Jahr).

Die Sumerer und Ägypter verwendeten hierfür ein Rollsiegel mit Schriftzeichen. Diese Art der Kennzeichnung gilt als erste bekannte Form der Etikettierung.

Auch die Römer und Griechen kennzeichneten hauptsächlich ihre Weingefäße. Sie ersetzten das Rollsiegel durch kleine Anhänger oder ritzten die Informationen in das Behältnis.

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Anhängeetiketten, auch heute noch im Einsatz (Fotolia: 8112864, Copyright cobia)

 

Das Anhängen von kleinen Zettel (ungummierte Anhängeetiketten werden auch heute noch verwendet) setzte sich durch und bewährte sich, sodass erstmal keine großen Entwicklungen stattfanden. Von Mittelalter über Neuzeit bis hin zur Renaissance blieb es bei dieser Art der Kennzeichnung.

Die Geschichte des Etikett: Weiterentwicklung mit Klebstoff

Die ältesten gedrucken und auf dem Untergrund klebenden Etiketten stammen aus der Zeit um 1700. Verwendet wurden diese für die Kennzeichnung von Warenballen. Später kennzeichnete man auf diese Art auch Weinflaschen.

Die Verklebung erfolgte nass: Die zu beklebende Oberfläche wurde mit naßen Leim bestrichen, auf dem das Papier bzw. Etikett festgedrückt wurde.

Die Geschichte des Etiketts: Das Haftetikett – Verbund aus Papier und Klebstoff

Als Vorläufer des heutigen Haftetiketts kann man möglicherweise das Heftpflaster ansehen. Die Firma Beiersdorf hat sich dies im Jahr 1882 patentieren lassen. Es wurde ein Material mit einem Klebstoff verbunden.

Die ersten gestanzten Etiketten, wie wir sie heute kennen, soll laut historischen Berichten Stanton Avery in den USA im Jahr 1935 hergestellt haben. Es waren Preis-Aufkleber, denen er den Markennamen Kum-Kleen gab. Diese Aufkleber waren auf der Rückseite mit einem Kautschukkleber versehen.

Auch in Deutschland, genauer in Wuppertal,  befasste man sich mit der Zusammenfassung von Papier und Klebstoff. Der Feinpapiergroßhandel von Wilhelm Jackstädt (1920 gegründet) war wesentlich an der Entwicklung der Haftetiketten beteiligt und arbeitete es weiter aus.

Ende der 40er Jahre erfand Wilhelm Jackstädt die selbstklebende Postkarte. Es handelte sich dabei um eine Doppelkarte, die durch einen klebstoffbeschichteten Rand wie ein Brief verschließbar war. Der Grundstein für die Verbindung von Papier und Klebstoff war gelegt und eine fortwährende Weiterentwickung fand statt.

Ihren Siegeszug erlebten Etiketten in den frühen 50er Jahren. Sie werden auf breiter Basis akzeptiert. Vor allem in den Jahren nach 1960 nahmen verschiedene Anwendungen mit Etiketten in der Industrie sehr rasch zu.

Neue Drucktechniken, neue Klebstoffe sowie Klebstoffkompositionen und Neuerungen bei der Etikettierung brachten die Kennzeichnungsmöglichkeit mit Etiketten nochmal richtig voran.

Kennzeichnugnstechnik Bluhm Systeme

Die Entwickler begannen sich nun auch mit Etiketten aus Kunststoffmaterialien zu beschäftigen oder auch die Bedruckung mit variablen Daten wurde immer mehr zum Thema.

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Etiketten drucken mit variablen Daten
Etiketten heute

Wenn Sie sich umsehen, sind Etiketten aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken.

Das liegt hauptsächlich daran, dass Etiketten für die Produktkennzeichnung so unglaublich praktisch und vielseitig sind.

Man kann sauber und einfach Etiketten auf das Produkt anbringen. Egal ob händisch oder automatisch. Egal ob langsam oder maschinell in mittlerweile schwindelerregender Schnelligkeit und somit unglaublich wirtschaftlich.

Auch sind Etiketten ware Anpassungswunder. Aufgrund verschiedenster Aufbauten (Zusammenspiel von Obermaterial und Klebstoff) passen sie sich dem jeweiligen Anwendungszweck perfekt an. Etiketten sind in allen nur vorstellbaren Formen und Druckbildern/Farben  erhältlich.

Die mittlerweile große Auswahl an Etikettenobermaterialien und Klebstoffen bietet die Möglichkeit nahezu jede Produktkennzeichnung mit Etiketten abzudecken.

Stanton Avery und Wilhelm Jackstädt – in unserer Etikettenproduktion

Stanton Avery gründete 1935 die Firma Avery Dennison. Wilhelm Jackstädt im Jahr 1920 die Firma Jackstädt. Beide Unternehmen produzierten selbstklebendes Papier und Folien.

Im Mai 2002 verkaufte Wilhelm Jackstädt seine Firma an Avery Dennison.

Die Firma Avery Dennison ist einer unserer Hauptlieferanten von Selbstklebeprodukten. Die Materialien, die für jede Art der Anwendung konzipiert werden können, zeichnen sich durch beste Qualität aus – kein Wunder bei diesem langjährigen Know How!

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„Mutterrollen“ zur Verarbeitung in der Etikettenproduktion
Etiketten bei Bluhm Weber

Auch die Bluhm Weber Gruppe schaut auf eine beachtenswerte Geschichte und Entwicklung im Bereich der Etikettenproduktion zurück.

Die Bluhm Weber Gruppe produziert in der eigenen Etikettenproduktion mehrere Milliarden Etiketten im Jahr. Gleichzeitig bieten wir hierfür die passenden Kennzeichnungssysteme an.

Eckhard Bluhm gründete 1968 als Ein-Mann-Unternehmen die Firma Bluhm Systeme. 1980 wurde die Bluhm Weber Group als Joint Venture mit der US-amerikanischen Weber Marking Systems Inc. gegründet.

Der Komplettanbieter für Kennzeichnungstechnik fertigt in der eigenen Etikettenproduktion Etiketten im Kundenauftrag: Rollenware, EDV-Etiketten oder Bogenware sowie farbige Etiketten mit hoher Farbbrilianz. Hierfür stehen elf Etikettenproduktions-Maschinen zur Verfügung.

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Um unseren Kunden all dies in höchster Qualität und Zuverlässigkeit bieten zu können, erfolgte im letzten Jahr eine weitere Investitionen in modernste Drucktechnik.

Etiketten Besserwisser

Dieser Blog-Beitrag ist der Startschuss der neuen Reihe „Etiketten Besserwisser“. Monatlich erscheint in unserem Blog ein ausführlicher Bericht rund um das Thema Etiketten. Die Themen sind nahezu unbegrenzt. Auch in unserem monatigen Newsletter werden die Berichte zu lesen sein.

Und nun eine Bitte an unsere Leser: Mit Sicherheit hat auch Sie das Thema Etiketten mal beschäftigt.

Welche Themen sind für Sie wichtig? Welche Fragen stellen sich bei der Kennzeichnung mit Etiketten? Was muss Ihr Etikettenlieferant für Sie leisten? Und so weiter…

Es wäre großartig, einige Tipps und Themenvorschläge von Ihnen zu erhalten!

Und hier noch eine Info, die auch Sie zum Besserwisser macht: Woher kommt das Wort „Etikett“?

„Das Etikett“ oder „die Etikette“ sind dasselbe. Sie kommen von dem französischen Wort „estiquer“ (übersetzt: feststecken).

Das Wort „Etikette“ wurde bei den französischen und spanischen Königshöfen verwendet. Hier hatte man auf kleinen Zetteln Benimm- und Verhaltensregeln notiert und konnte somit schnell nachlesen oder sich vergewissern, wir man sich in verschiedenen Situationen an Hofe zu verhalten hatte.

Daraus ergeben sich auch die Worte „Spicker“ oder auch „Sticker“ (engl. Aufkleber).

 


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Larissa Solibieda

Larissa Solibieda arbeitet seit 17 Jahren für die Firma Bluhm Systeme GmbH und ist tätig im Bereich Produktmarketing für Etiketten. Außerdem betreut sie den Onlineshop der Firma Bluhm Systeme: www.bluhmstore.de. Interessiert an allen Themen rund um die Kennzeichnung!

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