Bean: 3D-Drucker für den privaten Gebrauch

Bisher basierten die erschwinglichen 3D-Drucker für den Hausgebrauch auf der FDM-Technologie „Fused Deposition Modeling“: Ein dünner Kunststofffaden wird geschmolzen und per Düse Tropfen für Tropfen und Schicht für Schicht auf das wachsende Werkstück aufgebracht.

Eine der neueren Technologien im 3D-Druck ist das SLA-Verfahren (“ Stereolithografie“) mit Photopolymeren. Damit wird eine wesentlich bessere Druckqualität erreicht. Aber aufgrund der Kosten war diese Technik bisher eher für die Profis geeignet.  Die Crowdfunding – Kampagne von Kudo3D bei Kickstarter verspricht Abhilfe und sucht noch aktive Unterstützer, damit schnell mit der Serienproduktion des „Bean“ begonnen werden kann. Das Finanzierungs-Ziel hat man schon 10-Fach übertroffen, obwohl noch einige Tage bis zum Ende der Kampagne offen sind. Wer jetzt noch schnell zugreift, der zahlt weniger als 400 US-Dollar und kann schon im Januar mit dem Drucken beginnen.

Bei dem hier verwendeten SLA-Verfahren wird  das Werkstück kopfüber in ein Flüssigbad aus Photopolymeren getaucht. Der Behälter ist unten mit einem transparenten LCD-Display ausgestattet. Darunter befindet sich eine LED-Lampe, die ein purpurfarbenes Licht mit einer Wellenlänge von 405 nm erzeugt. Damit kann an der Schnittstelle zwischen LCD-Display und Werkstück eine winizig dünne Schicht des flüssigen Materials verfestigt werden. Das Werkstück wird anschließend ein wenig aus dem Bad herausgezogen und die nächste Schicht wird getrocknet. Mit diesem Verfahren können sehr filigrane Strukturen und deutlich glattere Oberflächen geschaffen werden als mit vergleichbaren 3D-Druckverfahren. In X-Y-Richtung ist eine Druckauflösung von 50 Mikrometer (also 0,05 mm), in der Z-Achse sogar 10 Mikrometer (also 0,01 mm) erreichbar. Wem eine Schichtdicke von 50 Mikrometer reicht, der kann in der Stunde zwischen 1 und 2 cm drucken.

Die Objekte können eine Grundfläche von bis zu 12.1 cm x 6.8 cm und eine Höhe von 15 cm besitzen.

Das Startup aus dem kalifornischen Dublin hat auch gleich mehrere Farbtöne für die Photopolymer-Flüssigkeit entwickelt: Grün, gelb, grau, Schwarz stehen zur Verfügung.

Bildquelle und weitere Informationen: Kickstarter-Kampagne von Kudo / Bean

Kurt Hoppen

seit über 30 Jahren bei Bluhm Systeme und an allen Dingen rund um Kennzeichnungstechnik, Logistik und Barcode interessiert.

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