3D-Druck mit Metall: Mit Überschall in die Zukunft

Im australischen Melbourne hat das Startup Spee3d zusammen mit der UTS (University of Technology Sydney) ein neuartiges 3D-Druckverfahren für Teile aus Metall entwickelt. Es könnte ein Durchbruch im 3D-Metalldruck sein, weil es 100 bis 1000 mal schneller arbeitet als die bisherigen Verfahren.

Metallpulver schießt mit 3-facher Schallgeschwindigkeit aus einer Spezialdüse. Aus diesem Grund nennt man die Methode „Supersonic 3D Deposition“. Alleine die kinetische Energie der Partikel reicht aus, sich auf dem Druckgut so zu verbinden, dass ein Kupfer- oder Aluminiumteil mit den üblichen metallurgischen Eigenschaften entsteht. Die Raketendüse ist fest installiert. Ein 6-Achsen-Roboterarm führt und positioniert das Druckgut in der richtigen Weise, sodass es Schicht für Schicht auf der Trägerplatte entsteht. Anschließend kann die Nachbearbeitung auf herkömmliche Weise geschehen.

Es sollen keine speziellen Pulver notwendig sein, sondern lediglich Metallpartikel in der erforderlichen Größe. Bis zu 100 Gramm Material sind pro Minute verarbeitbar. Die extrem schnelle Druckmethode führt zu Kosten, die durchaus mit herkömmlichen Produktionsmethoden vergleichbar sind. In der Broschüre des Unternehmens wird das Beispiel eines Schwungrads aus Kupfer genannt, dass in unter 12 Minuten produziert wurde für weniger als 7 Dollar.

Der verfügbare Bauraum ist 300 x 300 x 300 mm. Die gedruckten Teile können ein Gewicht von bis zu 3000 Gramm haben.

Auch Bluhm verwendet 3D-gedruckte Teile

An dieser Stelle sei nochmals erwähnt, dass auch in verschiedenen von Bluhm entwickelten Systemen mittlerweile 3D-gedruckte Kunststoff-Teile als Serienteile verwendet werden. Mit dieser speziellen Produktionsmethode ist es möglich, die Komponenten mit ganz besondere Geometrien und Eigenschaften zu versehen. Wenn Sie mehr über dieses Thema wissen wollen sprechen Sie uns einfach an.

3D-Druck mit Metall auch in Deutschland

Zum Thema „Metalldruck mit 3D-Druckern“ gibt es auch aus deutschen Landen regelmäßig positive Nachrichten. So berichtet beispielsweise Prof. Dr. Niendorf von der Universität Kassel von einer Weiterentwicklung. Er hat eine spezielle Stahl-Legierung entwickelt, bei deren Verwendung die Produkte eine besonders hohe Festigkeit und Schadenstoleranz aufweisen (Näheres zum Trip-Stahl auf Wikipedia). Das ist notwendig für viele Einsatzgebiete in der Automobil- und Flugzeugindustrie. Hierbei wird ebenfalls additiv gedruckt. Die Verfestigung geschieht allerdings durch den Einsatz eines Elektronien-Strahls. Das funktioniert ähnlich wie das Laserstrahl-Verfahren, führt aber zu einer besseren inneren Metallstruktur, die auch gegen unerwartete Brüche schützt.

Dazu gibt es auch eine Veröffentlichung in den „Scientific Reports“ auf Nature.com, die hier abrufbar ist.

Bildquelle und weitere Informationen: Spee3d   . Die Broschüre kann man hier herunterladen.

Universität Kassel:  Institut für Werkstoffforschung IfW Universität Kassel

 


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Kurt Hoppen

seit über 30 Jahren bei Bluhm Systeme und an allen Dingen rund um Kennzeichnungstechnik, Logistik und Barcode interessiert.

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