Die Kennzeichnung logistisch relevanter Einheiten (Bestell-, Liefer- und Transporteinheiten)
ist eine notwendige Grundlage zeitgemäßer Warenverfolgungs- und -steuerungssysteme
mit Warenein- und -ausgangsscanning sowie schnittstellenübergreifender Qualitätssicherungssysteme.
WARENRÜCKVERFOLGBARKEIT: Die
Rückverfolgbarkeit von Waren ist insbesondere für die effiziente Steuerung von
Warenrückrufaktionen von zentraler Bedeutung. Hierin ist auch die Rückverfolgbarkeit
vom Vorlieferanten bis hin zum Outlet geregelt. In den vergangenen Jahren hat
sich gezeigt, dass bei Warenrückrufen in Krisensituationen vielfach eine gezielte
und unternehmensübergreifende Verfolgung und Rückführung der betroffenen Produkte
stärker gewährleistet sein muß. Hierfür werden bestehende Instrumente
der Identifikation und Kommunikation genutzt, um fehlerhafte Produkte schnell
aufzufinden und zurückzuführen, so dass eine unbeabsichtigte und vermeidbare Benutzung
ausgeschlossen und dadurch eine Schadensbegrenzung erreicht werden kann.
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| KUNDE
> VERKAUF > LOGISTIKUNTERNEHMEN > HERSTELLER > OUTLET |
Mit der Erreichung einer unternehmensübergreifenden Produktverfolgung werden für
alle Beteiligten die Voraussetzungen für die Steuerung und Durchführung von Warenrückrufaktionen
geschaffen. Der daraus resultierende Nutzen lässt sich wie folgt beschreiben:
· Die Prozessbeteiligten verfügen über Informationen über den Fluss der Ware bis
zum Abverkauf · Bei einem Produktrückruf kann gezielt nur das betreffende
Produkt bzw. Produktreihe aus allen Stufen der Lieferkette ausgesondert werden
· Schutz des Verbrauchers durch präventive Maßnahmen, die die Distribution
eines "mangelhaften" Produktes bis zum Verbraucher ausschließen sollen ·
Vermeidung eines Imageverlustes, der durch einen Produktrückruf eintreten kann.
Dies wird nun gewährleistet durch die EAN128 Nummer auf
den Produkt- Etiketten. Mehr Informationen
zum EAN Etikett
EAN,
ein geschlossenes System für offene Anwendungen
EAN ist inzwischen ein Weltstandard für Identifikationsverfahren geworden. Erst
die weltweite Überschneidungsfreiheit der Nummernsysteme erschließt die weltoffene
Anwendung für jedermann. In seinem Kern besteht dieser "EAN-Standard" heute aus
den großen drei Nummern- und Codiersystemen, der Internationalen Lokationsnummer
(ILN), der Internationalen Artikelnummer (EAN), der Nummer der Versandeinheit
(NVE). ILN Die 13-stellige International Location Number
(ILN) identifiziert physische und funktionelle Unternehmen und Unternehmensteile.
Die ILN hat ein standardisiertes Format und erlaubt es durch ihre Struktur, jede
Lokationsnummer weltweit eindeutig und unverwechselbar zu identifizieren.
EAN Die 13-stellige EAN-Nummer und der EAN-Strichcode dienen
der unternehmensübergreifenden Identifizierung von Artikeln und Gütern jeglicher
Herkunft (Konsumenten- und Handelseinheiten). Die EAN hat ausschließlich identifizierenden
Charakter. Sie dient weder Klassifizierungszwecken, noch beinhaltet sie irgendwelche
beschreibenden Informationen. Heute sind ca. 250.000 Unternehmen am EAN-System
durch ein internationales Netzwerk von 59 Numerierungsorganisationen, die 65 Staaten
repräsentieren, beteiligt. Die Internationale Artikelnumerierung (EAN) und das
dazugehörige Strichcodierungssystem sind in Verbindung mit der amerikanischen
UPC-Lösung ein weltweit anerkannter Standard.
NVE (Nummer der Versandeinheit) Die NVE wurde zur einheitlichen Identifikation
individueller Transportgebinde entwickelt. Damit werden Arbeitsabläufe bei der
Lieferung, der Verteilung und beim Warenempfang von nicht-standardisierten Verpackungen
unterstützt. Als reines Identmerkmal ist die NVE, wie die EAN, Zugriffskriterium
für dahinterstehende Informationen. Im Unterschied zur EAN, die artikelbezogen
vergeben wird, läßt die NVE jedoch keine direkten Schlüsse auf enthaltene Artikel
zu. Die 18-stellige NVE bildet das Herz der EAN128. Die Vorteile
der EAN128: - Transparente Sendungsverfolgung vom Absender bis zum Empfänger.
- Optimierte Abläufe für Verlader und Speditionen im Bereich Sammelgut.
- Der EAN 128-Strichcode kann mehr Daten als herkömmliche Strichcodes speichern.
- Vermeidung von Lesefehlern. - Vollständigkeits- und Überzähligkeitskontrolle.
- Es können zusätzliche Steuerzeichen an den Barcode angekettet werden (z.B.
Order- oder Auftragsnummern, Verfallsdaten, Chargengrößen). Aufbau
und Struktur der EAN128: Mehr als 40 verschiedene Datenelemente können
nach der internationalen EAN 128-Konzeption bereits in strichcodierter Form dargestellt
werden. Sie untergliedern sich in die Anwendungsbereiche: - Identifikation
(z.B. EAN, NVE) Warenverfolgung (z.B. NVE, Los-/Chargennummer) - Datumsangaben
(z.B. Produktionsdatum, Verfalldatum) - Maßeinheiten (z.B. Gewichtsangabe
in Kilogramm) - Referenzierung (z.B. Bestellung des Warenempfängers)
- Firmenidente (z.B. Firmenident des Warenempfängers) - Interne Anwendungen
Maße der EAN 128 Die physische Länge darf einschließlich
Hellzonen 165 mm nicht überschreiten Inklusive der Datenbezeichner dürfen
höchstens 48 Nutzdatenzeichen codiert werden. Inklusive aller Hilfszeichen
und des Symbolprüfzeichens sollte ein EAN128- Strichcodesymbol 35 Symbolzeichen
nicht überschreiten. Andernfalls besteht die Gefahr, dass der bei betriebübergreifenden
Anwendungen zu wählende Vergrößerungsfaktor zu groß wird. Maximale Länge:
165 mm Maximal 35 Symbolzeichen Maximal 48 Nutzdatenzeichen
Allgemeine Informationen zu Etiketten Verordnung
EU178/2002: Regelung zur Produkt-Rückverfolgbarkeit
FAQs zu EAN128-Etiketten Glossar
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