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Funkchip revolutioniert Logistikmarkt

- Wirtschaftsstaatssekretär Professor Sigfried Englert
Vortragsveranstaltung bei Bluhm Systeme in Rheinbreitbach - Staatssekretär Englert lobte "innovative Wege" der "Kennzeichnungsprofis vom Rhein"
Am 26. Juni 1974 wurde im Marsh Supermarkt in Troy, Ohio, an der Kasse erstmals eine strichcodierte Zehnerpackung Kaugummi mit einem Scanner erfasst. Mehr als zwanzig Jahre später diskutierten Experten aus Politik und Wirtschaft bei Bluhm Systeme in Rheinbreitbach nun den Einsatz von Funkchips.

- Begrüßung durch Eckhard Bluhm
RHEINBREITBACH. Fortschritte in den Informations- und Kommunikationstechnologien sind nach Einschätzung des rheinland-pfälzischen Wirtschaftsstaatssekretärs Professor Siegfried Englert der wichtigste Wachstumstreiber für die Logistik-Wirtschaft. "Was mit Sendeverfolgungssystemen und Barcodes begann, findet nun im Einsatz von Radio-Frequency (RFID)-Technologie seine Fortsetzung. Diese Funkchips werden es möglich machen, Sendungen noch schneller und durchgängiger zu verfolgen sowie die Geschichte der einzelnen Logistikprozesse jederzeit abzurufen", erklärte der Staatssekretär bei der Veranstaltung "AutoIDLive" in den Produktionsräumen der Firma Bluhm Systeme in Rheinbreitbach.

- Vortrag von Prokurist Kurt Hoppen
Eckhard Bluhm, der die Firma 1968 ins Leben gerufen hat, begrüßte neben dem Staatssekretär Professor Englert weitere namhafte Referenten, die unter der Überschrift "Kennzeichnung in Industrie, Handel und Logistik - heute" sprachen. Eines war den unterschiedlichen Vorträgen von Dr. Andreas Füßler (GS1-Germany) Professor Bernd Kortschak (Fachhochschule Erfurt), Kurt Hoppen (Prokurist Bluhm Systeme), Christian Thiele (Jung Zeelandia, Frankfurt) Harald Lange (Siemens AG, Nürnberg), und Professor Paul Müller (Technische Universität Kaiserslautern) gemeinsam: die Feststellung, dass die Kennzeichnung für viele Prozesse der modernen Produktion zunehmend an Bedeutung gewinnt.

- Viele interessante Gespräche
Auch die Landesregierung sieht die Logistik als eine Schlüsselbranche für die produzierende Industrie und den Handel. In Kooperation mit der Technischen Universität Kaiserslautern wird derzeit an einer "Initiative zur Unterstützung von AutoID-Architekturen" gearbeitet.

- Die Besucher konnten sich über verschiedene Kennzeichnungs-systeme informieren
Bei der Veranstaltung in Rheinbreitbach stellte Bluhm Systeme vor, wie Kunden bei einer bestehenden Produktions- oder Verpackungslinie, an der bereits Strichcodes eingesetzt werden, diese mit einem Zusatzgerät "RFID-tauglich" machen können. Über kurz oder lang sollen Etiketten, die einen Minichip erhalten, die Strichcodes ersetzen. "Diese neue Kennzeichnungstechnik wird Kosten-, Zeit- und Qualitätsvorteile mit sich bringen und so das Management der logistischen Lieferkette revolutionieren", sagte Staatssekretär Siegfried Englert. "Der Name Bluhm Systeme steht zu Recht für innovative Wege und richtungsweisende Entwicklungen", lobte der Wirtschaftsstaatssekretär.

- Die Vorträge fanden begeisterten Anklang
Bluhm-Systeme-Geschäftsführer Eckhard Bluhm war sich sicher, dass von dieser Veranstaltung aus "Impulse für die Praxis gesetzt werden können". Bewusst habe man die Präsentationen in den Produktionsbereich des Unternehmens gelegt, um den Praxisbezug zu unterstreichen.
Text: Geertje Oldermann, Rhein-Zeitung - Ausgabe Asbach, Linz, Unkel vom 05.12.2006, Seite 20.
Bilder: Bluhm Systeme
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