Bluhm Systeme
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Logistik mit Barcode, da liegt Musik drin. . .

Wenn heute eiligst eine Kollektion von Tonträgern bei Emi bestellt wird, ist sie morgen bereits im Regal zu finden. Eine beleglose Kommissionierung macht’s möglich. Es gibt nur drei Belege: zwei Etiketten und einen Lieferschein.

Ein Auftrag beinhaltet z.B. Tonträger aus einem Sortiment von 11.000 Artikeln, die EMI Electrola Operations in Köln auf einer Fläche von 12.000 m² auf 58.000 Lagerorten vorhält. Das Team der Physical Distribution sorgt für eine reibungslose und effiziente Bearbeitung der Kundenaufträge. Der Bereich GSA (Germany, Switzerland, Austria) wird mit dem gesamten Lieferprogramm versorgt und weltweit wird der Export nach Süd-Ost-Asien, Süd-Amerika, Süd- Afrika, in die USA und zahlreiche weitere Länder mit dem Klassik-Katalog bedient. Täglich heißt es für ca. 95 Mitarbeiter „beherzt zupacken", damit alle Kundenaufträge, die bis 13.00 Uhr im Lager eintreffen noch am gleichen Tag erledigt werden, so daß der Kunde die Ware am nächsten Tag im Laden verfügbar hat. Das ganze wäre undenkbar ohne ein leistungsfähiges Warensteuerungssystem, das den Transport der Kundenaufträge über eine Förderstrecke von 1,2 Km Länge sowie deren beleglose Kommissionierung über ca. 6.500 LEDs mit ca. 15.000 „Slot Lights" steuert.

Das Lagerverwaltungssystem für die Auftragsbearbeitung wurde von Siemens in Zusammenarbeit mit EMI Operator’s Support als Prototyp für die Steuerung des Lagers und der Beförderung der Faltschachteln über die Förderstrecke entwickelt und ist mit dem Host vernetzt. Es ist ein Beispiel für die beleglose Kommissionierung. Trotzdem ist für die reibungslose Erledigung der Kundenaufträge und deren Versand ein Minimum an Belegen unverzichtbar; nämlich ein sogenanntes Router Label, ein Lieferschein und ein Versandetikett. Die dafür benötigten Daten werden vom Host und vom Lagerverwaltungssystem geladen und direkt auf die Drucker und dieEtikettendrucker und Spender von Bluhm Systeme übertragen. Auf diese Weise geht keine Zeit mit der Aufnahme von Daten verloren und Eingabefehler werden vermieden.

Auftragsbearbeitung
Jeder Auftrag wird bei seinem Eingang direkt in das Telenet-System eingespeist. Die Anzahl und Art von bestellten Artikeln dienen dem System als Basis für eine Volumenberechnung, aufgrund deren im Kartonaufrichter automatisch die richtige Kartongröße gegriffen, und aufgerichtet wird. Ein Etikettendruck-Spender vom Typ Legi-Air 2138 T versieht den Karton mit einem Barcode-Etikett, dem Router Label.

Im Barcode ist eine vom Host vorgegebene Nummer verschlüsselt, über welche die Scanner an der Förderstrecke den Karton den entsprechenden Lagerorten zuführen. Diese Nummer wird außerdem auf den Lieferschein und das Versandetikett gedruckt, um einen Abgleich zu ermöglichen. Der so markierte Karton nimmt nun seine Reise durch das Versandlager auf. Dabei kann er zwei Lagerebenen befahren. Auf dem Weg durch die Kommissionierzonen passiert der Karton alle Meter einen Barcode-Scanner, der ihn in die aktuelle Kommissionierzone leitet und dort stoppt, wo Ware aufzunehmen ist.

Im Regalbereich leuchtet in der Position, in der sich der gewünschte Tonträger befindet, ein rotes Lämpchen, das Slot Light". Ein Picker entnimmt den Tonträger aus dem Fach und drückt eine Bestätigungstaste. Das Lämpchen verlischt, die Reise geht weiter. Der komplett gepackte Karton wird auf eine Wiegeeinrichtung geschubst. Wird er zu leicht befunden, schleust das System ihn in eine Nebenstrecke, wo der Inhalt von Hand geprüft wird. Stimmt das Gewicht mit dem in der Volumenberechnung vorgegebenen überein, hat er es geschafft. Eine Sicherungsplatte wird auf die Ladung gelegt (sie ersetzt das allseits bekannte chipsartige Füllmaterial). Jetzt ist der Karton fertig gepackt. Er nennt nur noch nicht sein Ziel. Aber das haben wir gleich...

Die Versandetikettierung
Ein Barcode-Scanner erfaßt das Router Label ein letztes Mal und übergibt den Wert an den Host. Dieser veranlaßt den Druck des Lieferscheins auf einem Textdrucker hinter der Waage. Zugleich werden die Daten an einen schnellen Hochleistungs-Etikettendruck-Spender Legi-Air 2138 T von Bluhm Systeme übergeben. Das System integriert einen Thermotransferdrucker mit einem vollautomatischen pneumatischen Spender. Der Drucker erstellt ein Etikett mit den kompletten Auftragsdaten, der Spedition, einem Barcode und, für die Rückverfolgung der Sendung im Falle eines Fehlers, das Datum und die Uhrzeit.

Das Etikett wird per Vakuum vom Saugstempel übernommen und auf den verschlossenen Karton "geschossen". Um beim Etikettieren der unterschiedlich hohen Kartons Karambolagen auszuschließen und die positionsgenaue Etikettierung zu garantieren, ist der Spender mit variablem Spendehub mit Höhenabtastung und Delay-Kompensation ausgestattet. Die Höhenabtastung steuert den Hub des Spendestempels und die Wartezeit bis zum Abblasen des Etiketts. Je nach Hub würde das Etikett sonst zu weit vorne oder zu weit hinten auf dem Karton plaziert. Eine Positionsgenauigkeit der Etiketten von +/- 0,8 mm ist garantiert.

Der etikettierte Karton durchläuft noch eine Umreifungsanlage und wird dann in eine fahrbare Gitterbox geladen, die der Spediteur übernehmen kann.





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