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Bluhm Systeme
  Bluhm Systeme
Honnefer Straße 41 / D-53572 Unkel/Rhein
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10 auf einen Streich . . .

Automatische Etikettierung von Quarzsandsäcken mit einem LegiAir Tamp-Blow System aus dem Hause Bluhm Systeme

Die Amberger Kaolinwerke (AKW)

Die Amberger Kaolinwerke - kurz AKW- liegen in einer Gegend Deutschlands, die bekannt ist für Porzellanmanufakturen und Glaswerke. Der Grund dafür sind die großen Kaolinvorkommen und damit verbunden die zahlreichen Kaolinabbaugebiete.
Hier in der Oberpfalz in Hirschau bei Amberg ist die Fa. AKW ansässig und produziert u.a. farbige Quarzsande in verschiedensten Körnungen und Qualitäten vom feinsten 04er Sand bis hin zum groben Splitt in der Körnung 3-5 mm.

farbiger Quarzsand

In riesigen Mischtrommeln wird der gewonnene Quarzsand nach einem besonderen Verfahren in über 100 verschiedenen Farbtönen homogen eingefärbt, danach abgefüllt, etikettiert und versandt. Der AKW-Coloritquarz findet Anwendung in besonders strapazierfähigen Fußboden-Systemen und v.a. in dekorativen Außen- und Innenputzen, selbst in Aquarien und Terrarien werden die dekorativen Qualitätsprodukte eingesetzt.

pro Stunde 400 Säcke Sand

Die Anwendung:
Herr Dotzler, Produktionslogistiker bei AKW erläutert den Arbeitsablauf: "Aus den Mischtrommeln wird der eingefärbte Sand in die Abfüllanlagen gebracht und dort u.a. in 25 kg Säcke abgefüllt. Nach der Abfüllung erhalten die Säcke von der Seite ein Etikett mit Informationen über den Produktnamen, Körnung und Produktfarbe. Pro Stunde können somit bis zu 400 Säcke befüllt, etikettiert und auf Paletten gebracht werden; im Zwei-Schicht-Betrieb summiert sich dies bei einer Anlage auf 160.000 kg pro Tag."

Etikettendruckspender LegiAir 5143 im Schutzgehäuse

Die Problemstellung:
Hier galt es für die Fa. Bluhm Systeme gleich mehrere Aufgaben zu lösen. Jeder kann sich vorstellen, dass die Veredelung von Quarzsanden nicht ganz staubfrei ablaufen kann. Weiterhin können im Winter schon mal die Temperaturen weit unter 0°C gehen. Extremanforderungen für jegliche Elektronik und Pneumatik.
Deshalb wurde das komplette Druck- und Spendesystem von den Bluhm Leuten in ein Schutzgehäuse incl. einer Heizung eingebaut, um einen reibungslosen Produktionsablauf unter allen widrigen Bedingungen zu gewährleisten. Das war aber nur die kleinere Aufgabenstellung.

Als Hauptaufgabe musste für AKW eine ganz besondere Etikettierlösung gefunden werden. In der Vergangenheit erhielt jeder befüllte Sack von Hand ein farbiges Etikett. Die Farbe des Etikettes identifiziert die Körnung des verpackten Quarzsandes. Insgesamt werden 10 verschiedene Farben für die jeweiligen Körnungen genutzt. z.B. ein grünes Etikett für die Körnungen von 0,7 - 1,2 oder ein Blaues für Produkte mit 3er - 5er Körnung. Diese Etiketten wurden im voraus auf einem Nadeldrucker erstellt.
Leicht vorzustellen die Problematik die sich dabei auftut. Es müssen alle 10 verschiedenfarbigen Etiketten auf Lager gehalten werden, zeitgerecht vorgedruckt und von Hand aufgeklebt werden. Mit dieser manuellen, sehr zeitintensiven Methode war ein effizienteres Handling der Etikettierung dringend erforderlich.

Die Lösung:
Als Antwort auf diese Aufgabenstellung hat die Fa. Bluhm System aus Unkel am Rhein einen Etiketten-Druck-Spender vom Typ LegiAir 5143 Tamp-Blow mit einem Druckmodul installiert. "Die Entscheidung für dieses System aus dem Hause Bluhm wurde aus technischer Hinsicht auch deshalb getroffen, da die Quarzsandsäcke in der laufenden Produktion, also ohne zu stoppen etikettiert werden können", so die Aussage von Herrn Dotzler. "Würde der Etikettierstempel das Produkt berühren müsste es dazu angehalten werden oder es bestünde die Gefahr das die Papieroberfläche knittert oder gar reißt"

Echtzeituhr im Druckmodul.
Eine weitere Anforderung der Amberger Kaolinwerke war der Wunsch jedes Etikett mit einer exakten Zeit der Abfüllung zu versehen. Herr Dotzler: "So kann im Rahmen des Qualitätsmanagements jederzeit genau nachverfolgt werden, wann, in welcher Schicht der Quarzsand abgefüllt wurde."  
Aus diesem Grund wurde das Druckmodul mit der Option RealTimeClock ausgestattet.

unbenötigte Felder werden mit einem schwarzem Balken überdruckt

Aus 10 verschiedenen Etiketten wird eines.
Wie schon erwähnt, mussten in der Vergangenheit 10 verschiedenen Etikettenfarben für die jeweiligen Körnungen gehandelt werden. Pro Schicht musste dabei bis zu 8 mal die Körnung und somit auch das Etikett gewechselt werden.
Mit Hilfe der Etikettensoftware Legi for Windows konnte hier eine elegante Lösung gefunden werden, wie man aus 10 verschiedenen Etiketten nur noch ein einziges macht. Der Trick dabei: die 10 verschiedenen Farben werden auf einem weißen Etikett aus der Labelproduktion von Bluhm vorgedruckt.
Der Rechner, der den LegiAir 5143 TB steuert ist mit einer Datenbank verbunden. Herr Zimmer, der Anlagenführer von AKW berichtet: "In der LfW Software wird nur noch die Produktnummer eingegeben. Aus der Datenbank holt LfW sich die relevanten Informationen wie Produkttext, Körnung und Farbe des Sandes"
Und wie funktioniert dann die Farbmarkierung?
"Die LfW Programmierer aus dem Hause Bluhm haben sich hier eine gute Idee einfallen lassen" so Jürgen Zimmer, "in der Datenbank steht eine Farbmaskeninformation. Auf dem jeweiligen Etikett werden all die Farbfelder, die gerade NICHT benötigt werden, automatisch mit einem schwarzen Balken abgedeckt."
So werden die häufigen Etikettenwechsel pro Schicht eingespart und es muss nur noch eine Etikettensorte vorgehalten werden. Also: 10 auf einen Streich.

Ein Berg von Sand:
Eine 32.000.000 t schwere Besonderheit gibt es weiterhin bei der AKW; direkt neben dem Kaolinabbaugelände ist im Laufe der Jahre ein 120m hoher Berg aus Quarzsand entstanden. Hier wurde aus der Not eine Tugend gemacht und der bisherige Abraumberg mit einem Skilift versehen. Mittlerweile finden hier sogar der Weltcup in Sand-Boarding und Sand-Skifahren statt - so macht Quarzsand sogar noch mehr Spaß!