Palettenetikettierer TB2A und DSS Manager von Bluhm Systeme bei der Teigwaren Riesa GmbH

- Fabrikgebäude der Teigwaren Riesa GmbH
Irgendwann hat dies jeder einmal versucht: beim Löffeln der leckeren Buchstabensuppe aus den kleinen Nudeln den eigenen Namen zu bilden. Wahrscheinlich die erste Erfahrung im Leben mit einer besonderen Form der "Produktkennzeichnung". Schließlich soll jeder, wenn auch nur kurzzeitig, über den Namen des Besitzers der Suppentasse informiert sein.
Ganz andere Kennzeichnungsaufgaben muss der Lieferant der Buchstabennudeln erfüllen. Als Beispiel sei das nicht nur im Osten Deutschlands bestens bekannte Unternehmen Teigwaren Riesa genannt.
Über 90 Jahre Nudeltradition
Die "Teigwaren Riesa" - heute einer der größten Deutschen Teigwarenhersteller - findet man ca. 50 km nördlich von Dresden.
1914 gründete die Großeinkaufsgenossenschaft Deutscher Consumvereine Hamburg im Riesaer Stadtteil Gröba eine eigene Teigwarenfabrik. In Handarbeit stellte man Anfang der 20er Jahre mit 98 Mitarbeitern jährlich rund 700 Tonnen Nudeln her. Schritt für Schritt wurde zu DDR-Zeiten die Produktion automatisiert, sodass der Traditionsbetrieb der größte und leistungsfähigste Nudellieferant des Landes wurde. Anfang 1993 ging die Riesaer Teigwarenfabrik in Familienbesitz über und die Teigwaren Riesa GmbH wurde gegründet. Seit 1997 ist das Unternehmen mit Abstand Marktführer in den neuen Bundesländern. Nachdem sich die "Teigwaren Riesa" an der Spitzenposition in den neuen Bundesländern etabliert hat, strebt sie die bundesweite Listung an. Mit einem Marktanteil von 5% belegt die Teigwaren Riesa inzwischen hinter Birkel, Buitoni und Barilla im nationalen Vergleich den vierten Rang und ist damit zum zweitgrößten deutschen Teigwarenhersteller aufgestiegen. Mit 90 Mitarbeitern produzieren die Riesaer derzeit ca. 22.000 t Nudeln im Jahr.

- frontale Etikettierung durch Palettenetikettierer TB2A

- zweiseitige Etikettierung
Nicht nur aus diesen Gründen wird auch der Kennzeichnung der Produkte große Bedeutung beigemessen. Außerdem fordert auch die Verordnung der Europäischen Union, die EU 178/2002, die lückenlose Rückverfolgbarkeit aller Produkte vom Endkunden bis zum Lieferanten der Rohstoffe.
Letztes Glied in der Kennzeichnungskette ist dabei das CCG gerechte Etikettieren der Paletten. Hier haben sich die Teigwaren Riesa für den Palettenetikettierer vom Typ Tb2A aus dem Hause Bluhm Systeme aus Unkel am Rhein entschieden.
Silke Dumjahn, Mitarbeiterin im Marketing und Vertrieb des sächsischen Nudelherstellers erläutert: "Die in Kartons verpackten Nudeln werden im Versand vollautomatisch zu einzelnen Lagen zusammengestellt. Mehrere Lagen bilden die komplette Palette. Direkt im Anschluß an das Stretchen der Palette erfolgt das Aufbringen der Etiketten auf die Stirnseite und die darauf folgende rechte Seite im Durchlauf. Die Palette muss also für das Etikettieren nicht stehen bleiben."

- DSS-Manager

- Etikett nach der EU 178/200 Norm
Schauen wir uns diesen Etikettierer etwas genauer an. Als Basis dient das bewährte Weber 52xx Druckspendesystem. Die Etiketten werden mit 200 dpi von einem ZEBRA Druckmodul gedruckt und an den Stempelarm übergeben.
Die zum Druck nötigen Daten erhält das System über den sog. DSS-Manager. Dieses Programm, welches auf einem angeschlossenen Industrie PC läuft erhält von der hauseigenen Warenwirtschaft die nötigen Produktinformation wie Artikelnummer, Charge, Haltbarkeitsdatum etc.
Die Ermittlung der gültigen Palettennummern, (diese darf sich bekanntlich nicht wiederholen) sowie eine Restpalettenverwaltung übernimmt der DSS Manager. Auch die komplette Steuerung des Druckspenders, die Auswertung der Sensorsignale und die einzelnen Bewegungen der Schwenkarme zur zweiseitigen Etikettierung wird vom DSS Manager überwacht.
Gleiches gilt auch für die nötigen Logbuchdateien. Schließlich muss im Nachhinein jederzeit dokumentiert werden können, welche Palette mit welchen Produkten an welchen Kunden geliefert wurde.



