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Müllers Mühle - gut gerüstet auch für EU-Norm
Lückenlose Rückverfolgung dank Palettenetikettierer TB2A und PiccoLink von Bluhm.

- Müller’s Mühle GmbH in Gelsenkirchen
Man muss schon schwindelfrei sein, wenn man auf der Kontrollplattform bei den Hochsilos der Müller’s Mühle GmbH in Gelsenkirchen steht. Hier in circa 45 m Höhe hat man den besten Blick auf einen Seitenarm des Rhein-Herne-Kanals und kann beobachten, wie eines der mit Reis beladenen Schiffe gerade gelöscht wird.
Nur einen Steinwurf entfernt von der berühmten Arena, dem Heimatplatz von Schalke 04, sorgen bei der Müller’s Mühle ca. 180 Mitarbeiter für die verkaufs- und verbrauchsfertige Verarbeitung von Reis und Hülsenfrüchten.
Herr Nöcker, Leiter der Logistik bei Müller’s Mühle, zeigt auf einem Rundgang durch die Produktionsanlagen die einzelnen Stufen der Veredelung von Erbsen, Linsen und Roh-Reis bis hin zum wohlbekannten Kochbeutel.
„Beste Verarbeitungsqualität und Einhaltung der höchsten Sicherheitsrichtlinien hat in unserem Hause schon von jeher höchste Priorität.“ erläutert er. „Seit Beginn 2002 ist die EU-Verordnung 178/2002 in Kraft. Die fordert, dass ab dem 1. Januar 2005 die lückenlose Rückverfolgung der Produkte vom Verbraucher bis hin zum Erzeuger der einzelnen Rohstoffe gewährleistet sein muss.
Nun ist die gesamte Lieferkette gefordert: Landwirtschaft, Vorlieferanten, Industrie, Spediteure, der Handel und natürlich auch mein Spezialgebiet - die Logistik. Auch wenn es bis zu diesem Stichtag noch eine Weile dauert, die Weichen stellen wir schon jetzt.“
Auf unserem Rundgang zeigt Herr Nöcker die einzelnen Stufen der Verarbeitung - vom Rohprodukt, das vom LKW oder Schiff in den 9. Stock des Silos gepumpt wird, über das Reinigen, Polieren, Schleifen bis hin zum Abpacken in die Verkaufsverpackung. Wer schon immer einmal wissen wollte wie „Parboiled Reis“ entsteht, wird hier die Antwort finden.

- Hochregallager
Zum Schluss werden alle Produkte in der zu jeder Produktionsstraße gehörigen Palettieranlage abgepackt und im vollautomatischen Hochregallager zwischengelagert.
Gesteuert wird die komplette Anlage von einem Produktionssteuerungssystem. Mittels dieser Technik kann jederzeit festgestellt werden, in welchem Stadium sich die jeweiligen Produkte befinden. Sollten einmal Qualitätsmängel auftreten kann bis ins kleinste Detail festgestellt werden, welche Schritte die Ware vom Erzeuger über die Produktion bis zur Auslieferung durchlaufen hat.

- Etikettiersystem TB2A
Im Bereich des Hochregallagers kommt das vollautomatische Etikettiersystem TB2A aus dem Hause Bluhm Systeme zum Einsatz. Hier wird auf die Paletten gemäß der CCG Norm auf zwei Seiten jeweils ein EAN 128 Palettenetikett aufgebracht.
Einer der vielen Gründe für die Entscheidung, den TB2A von Bluhm Systeme einzusetzen, war die einfache Integrierbarkeit in die vorhandene Fördertechnik bei geringstem Platzbedarf.
Wichtig ist dabei auch, dass die Etikettierung ohne Palettenstopp im Durchlauf erfolgen kann. Dies spart enorm Zeit, Steuerungsaufwand und auch Kosten.
Eine weitere Besonderheit dieser Anlage ist die Möglichkeit, dass zwei Paletten auch übereinander gestapelt werden und trotzdem automatisch etikettiert werden können.

- Panel PC

- Datenfunkscanner PiccoLink erfüllt mit die EU Norm
Gesteuert wird dieses System über einen Panel PC mit einer von Bluhm speziell für die Bedürfnisse von Müllers Mühlen entwickelten Software. Aus der AS400 erhält der Rechner die Informationen über die Artikelnummer des Produktes, das Mindesthaltbarkeitsdatum MHD und die Menge der auf der Palette gestapelten Produkte.
Gleichzeitig ist auf dem PC eine Datenbank hinterlegt, die ebenfalls automatisch von der AS 400 gefüttert wird.
Ausgelöst durch die Artikelnummer werden in das EAN 128 Palettenetikett alle nötigen Daten für das EAN 128 Etikett eingefügt: SSCC Nr., EAN Nr., Artikelbezeichnung sowie die passenden Informationen für die Barcodes und die dazugehörige Klarschrift.
Schließlich zeigt Herr Nöcker den Datenfunkscanner PiccoLink, der mit einer individuellen Software des Software-Hauses Dr. Weber, einer Partnerfirma von Bluhm Systeme, betrieben wird.
Hierzu erläutert Herr Nöcker: “In den nächsten Tagen werden wir dieses PiccoLink System installieren. Nach dem Palettieren lesen wir mit dem PiccoLink den EAN Code von der Palette. Per Datenfunk werden die Informationen an unsere AS 400 zurückgemeldet und ein Lieferavis an den Kunden ausgelöst. Mit Hilfe dieses handlichen Barcodescanners können wir nun den Weg des Produktes lückenlos verfolgen – ganz so, wie es die neue EU Norm 178/2002 fordert.“
Der Müller’s Mühle Betrieb hat damit erneut bewiesen, wie intensiv hier im Ruhrgebiet zukunftsweisende Technologie zum Wohle des Verbrauchers eingesetzt wird.
Auch das Wohl der Mitarbeiter liegt der Geschäftsleitung von Müller’s Mühle sehr am Herzen. Bei der Einrichtung der Produktionsanlagen wurden die Mitarbeiter intensiv einbezogen. Sie konnten sogar über die Farbgebung der Maschinen mitentscheiden. Und da gab es an diesem Standort natürlich nur eine Wahl – Schalke 04 Blau und Weiß.
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