Automatisierung senkt Logistik-Kosten

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Inmitten einer fruchtbaren Umgebung, bekannt für ihren Gemüseanbau, liegt d'Arta, eines der führenden Unternehmen auf dem europäischen Markt für Tiefkühlgemüse. "The Greens", wie der junge Betrieb aus Ardooie/Belgien in Fachkreisen auch genannt wird, genießt in ganz Europa und darüber hinaus einen glänzenden Ruf. Mit seinen rund 100 begeisterten Mitarbeitern produziert d'Arta jährlich rund 55.000 To. Tiefkühlgemüse. Das reichhaltige Sortiment an Tiefkühl-Qualitätserzeugnissen umfaßt u.a.:
Einzelerzeugnisse, Mischungen und Gewürze in verschiedensten Verpackungen unter Fabrikmarke und Eigenmarke der Kunden.
Ein Betrieb, der in 23 Länder der Welt exportiert, muß sein logistisches Konzept gründlich planen.So hat man beispielsweise entschieden, in eine neue Verpackungsanlage zu investieren. Und da man im alten Betriebsgebäude nicht genug Platz hatte, wurde das neue Gebäude gleich mitgebaut.
Im Örtchen Ardooie verfügt man über genügend Gelände, um auch für die Zukunft gerüstet zu sein. Eine Verpackungsanlage ist gerade in Betrieb genommen worden, für drei weitere ist ausreichend Platz vorhanden.
Unter anderem waren bei der Planung auch die Kennzeichnungs-Forderungen der Großhandelsketten -wie z.B. Metro- zu berücksichtigen: alle Paletten sind z.B. mit dem EAN-128-Barcode-Etikett zu versehen. Die gesamte Halle (ca. 3500 m²) ist auf ca. 18° C klimatisiert.
Aus dem angeschlossenen Kühlhaus - sozusagen einer riesigen "Tiefkühltruhe"- werden die Produkte in eine Schlauchbeutel-Verpackungsmaschine gelenkt, die nach dem Eintüten die Beutel sofort abschneidet.

- 90°-Kippstempel
Die Anzahl der Beutel pro Karton kann je nach Produkt unterschiedlich sein Eine Faltschachtel-Aufrichtmaschine öffnet und verklebt die Kartons und führt diese über einen Paternoster und ein Laufband dem Verpackungsautomaten zu. Nachdem die Beutel sich im Karton befinden, werden sie über eine Rüttelmaschine und eine Presse so zurechtgedrückt, daß der Karton mit Klebeband verschlossen werden kann - natürlich automatisch. Zur Identifikation des Produkts wird ein Etikett gedruckt und sofort auf den Karton aufgespendet. Hierfür setzt man den Legitronic 2138 mit einem 90°-Kippstempel ein. Die variablen Daten werden vom Betriebsleitrechner übermittelt und in die Legitronic-Etikettendruck-Software übernommen.

- TB2A
Der gedruckte Barcode wird mit einemScanner sofort gelesen. Bei Problemen in der Decodierung oder gar bei fehlendem Etikett werden die Kartonagen ausgeschleust. In diesem seltenen Fall erfolgt der manuelle Eingriff eines Bedieners. Die gesamte Anlage wird von 2 Personen überwacht.
Durch eine Schleuse laufen die Einzelkartons nun auf einen Palettierer. der in einer weiteren Halle von ähnlichen Ausmaßen steht. Bis zu diesem Punkt ist die Anwendung eigentlich mit vielen anderen vergleichbar.
Die wirkliche Besonderheit bei d'Arta besteht nun in einem zusätzlichen Arbeitsschritt: In der letzten Ausbaustufe der Anlage werden von 3 Palettierern die Paletten gemischt zu einem einzigen Stretcher gefördert.

- Etikett
Der Barcode des Karton-Etiketts wird vor dem Stretchen gescannt und die Information an die Steuerung der Palettierstraße weitergegeben.
Die Palette wird anschließend mit Folie umwickelt. Nach dem Stretch-Vorgang bringt der Palettenetikettierer Legitronic 2143 2 A (ebenfalls mit der Legitronic-Software gesteuert) 2 Etiketten mit den richtigen Informationen auf jede Palette auf, und zwar jeweils auf die Stirnseite und auf die Seitenfläche. Die Palette muß dafür nicht angehalten werden.
In der letzten Ausbaustufe der Anlage wird so alle 1,5 Minuten eine Palette doppelseitig etikettiert. Dabei ändert sich u.U. der Inhalt des Etiketts von Palette zu Palette! Nach der Etikettierung findet wieder eine Kontroll-Lesung des Strichcodes statt. Dabei wird die Richtigkeit der Daten überprüft und das ordnungsgemäße Vorhandensein beider Etiketten.
Bei Fehlern wird die Palette ausgeschleust und manuell bearbeitet.
Bei fehlerfreier Etikettierung laufen die Paletten direkt in das Kühlhaus, in dem sie eingelagert werden und aus dem dann später die Verladung vorgenommen wird.
Direkt am Kühlhaus befindet sich die Laderampe. Im chaotisch organisierten Kühlhaus sucht ein automatischer Stapler die einzelnen Palettenfächer, ein Scanner liest vom Stapler aus das EAN-Etikett und die Palette wird zur Rampe transportiert. Hier folgt dann die Beladung der LKW.
D'Arta hat durch den Einsatz dieser modernen Verpackungsanlage mit den Etikettiersystemen 5 Personen einsparen können, die an anderen Stellen des Unternehmens weiterbeschäftigt werden.



