Schlitzer Kornbrennerei: Hochprozentiges Etikettieren
Die Wurzeln der Schlitzer Kornbrennerei gehen zurück in das 16. Jahrhundert. Heute ist das traditionsreiche Haus im Besitz des Landes Hessen und darf sich Schlitzer Kornbrennerei der Hessischen Staatsdomäne Karlshof nennen.
Der Tradition verpflichtet
Hier wird noch alles nach alter Väter Tradition hergestellt. Die heimischen Bauern liefern die Rohprodukte wie Getreide und verschiedenste Obstsorten z.B. Äpfel, Kirschen und natürlich Kräuter.
Der Erfolg des Hauses basiert auf traditionellen Rezepturen, die den Schlitzer Korn-, Kräuter- und Obstbränden den unverwechselbaren Geschmack geben.
Am Anfang steht die Maische. Obst wird mit Hefe versetzt und es beginnt eine alkoholische Gärung. Um ein edler Schnaps zu werden, muss die Maische erst durch die Hölle des Brennkessels, wo der Alkoholdampf bei 78,2 °C aufsteigt und in einem raffinierten System von Retorte und Serpentine wieder verflüssigt, also zu Schnaps verdichtet wird.
Je nach Art und Qualität wird dieser Destilliervorgang mehrfach wiederholt. Nachdem der hochprozentige Korn auf die Lagerstärke gebracht wird, beginnt die Zeit der Ruhe und ständiger Qualitätskontrolle. Schließlich werden die edlen Brände auf Flaschen abgefüllt, in Kartons verpackt und treten die Reise zu den Genießern in der ganzen Welt an.
LA4040 für flexible Kartonbeschriftung
Bei so hohen Qualitäten müssen viele Arbeitsschritte noch von Hand erledigt werden. Bedingt durch kleine Chargen und dadurch häufigen Produktwechsel müssen alle nötigen Systeme auch diese Flexibilität mitbringen. Zudem stellt sich noch ein Problem dar; bedingt durch die alten historischen Gemäuer sind die Platzverhältnisse sehr eng.
Gottfried Ickler, Brennmeister der Schlitzer Kornbrennerei weiß zu berichten: „Qualität ist bei uns in allen Arbeitschritten von höchster Priorität. Bis hin zum fertigen Karton muss alles stimmen. So hatten wir seinerzeit Sorgen mit der Kartonbeschriftung. Die nötigen Informationen wie Charge und Herstelldatum haben wir zuerst per Inkjetdruck aufgebracht. Da aber die Oberfläche der Kartons teilweise rau oder an den Stellen wo das Packklebeband klebt sehr glatt ist, hatten wir ein unterschiedliches optisches Erscheinungsbild.
Die Etikettendrucksysteme waren seinerzeit für uns immer zu groß und unflexibel. Doch dann lernten wir den Etikettendruckspender LA 4040 von Bluhm System kennen und waren sofort begeistert!“
Der LA 4040 ist eine maßgeschneiderte Lösung für Etikettendruck- und Spendeanwendungen bis zu 5000 Etikettierungen pro Tag. Er ist eine extrem einfach zu integrierende Lösung zum Etikettieren von Produkten und Verpackungen quasi am laufenden Band. Pro Minute könnten bis zu 60 Etiketten aufgespendet werden. Das bedruckte Etikett wird vom Trägerband abgeschält, vom Spendestempel übernommen und per Luftstoß berührungsfrei auf das Produkt aufgeblasen.
Durch diese kontaktlose Etikettierung ist ein Aufbringen der Etiketten auf alle Produktseiten möglich. In jede Produktionsumgebung lässt sich der LA 4040 einfach integrieren. Hier bei der Schlitzer Kornbrennerei ist der LA 4040 in „liegender Stellung“ direkt hinter dem Kartonverschließer angebaut. Es kommt ein 180° Drehstempel zum Einsatz der das gespendete Etikett auf die Vorderseite der vorbeieilenden Kartons aufbringt.
Auch wenn der LA 4040 wie hier im Stand-Alone-Betrieb läuft, so ließe er sich einfach in eine große Förderstrecke einbauen. Potentialfreie Ausgänge erlauben einfache Kommunikation mit der Förderstrecke. Gehen dem LA4040 die Etiketten auf der Vorratsrolle zur Neige, kann automatisch eine Meldung an die Fördertechnik gehen.
Der pneumatische Antrieb des Spendestempels wurde nach neuesten Arbeitssicherheitsrichtlinien gebaut. Dadurch sind oftmals nötige Schutzgitter, Abschrankungen oder Gehäuse nicht notwendig,
was die Investitionskosten reduziert.
Verschieden Druckmodule – Mitwachsen auf Bedarf
Das Besondere an dieser kompakten Einheit ist das verwendete Druckmodul vom Typ Avery DPM.
Dieses Druckmodul arbeitet in der sog. Corner-Edge Technologie; d.h. der Thermotransfer-Druckkopf steht nicht wie bei vielen anderen Druckern flach auf der Gegendruckwalze, sondern in einem Winkel von ca. 30°. Bedingt durch diese Technik sind die eigentlichen Thermoelemente kleiner und können mit höherer Temperatur gefahren werden. Dadurch kann der Ausdruck schneller erfolgen bzw. geringere Papierqualitäten mit rauerer Oberfläche lassen sich besser nutzen. Verwendet man glattes Etikettenmaterial zeichnet sich das DPM Modul durch besonders gute Druckqualität bei kleinen Schriften und Logos aus. Überhaupt ist das DPM Modul ein richtiger Tausendsassa! Auch wenn der Kunde ein 4“ breites Druckmodul bestellt, wird trotzdem ein 5“ breites Gerät geliefert. Lediglich der Corner-Edge-Thermokopf hat die geringere Breite. Das bedeutet: möchte man zu einem späteren Zeitpunkt auf eine größere Druckbreite gehen, wird einfach der 5“ Druckkopf mit wenigen Handgriffen eingebaut und eine andere Firmware überspielt. So lassen sich Investitionen sichern und ausbaufähig gestalten.
Im Falle der Schlitzer Korn- und Edelobstbrennerei wird ein weiterer Vorteil genutzt. LA4040 ist mit einer Compact-Flash Karte ausgestattet. Auf diesem Speichermedium sind die verschiedenen Etikettenlayouts und Daten gespeichert. Somit kann der Etikettendruckspender komplett Stand-Alone, also ohne weiter anzuschließenden PC arbeiten.
Am Display des Druckers wird das Etikettenlayout ausgewählt, evtl. veränderliche Daten lassen sich über eine kleine angeschlossene Tastatur eingeben und schon kann die nächste Charge der leckeren Obstbrände oder Liköre etikettiert werden. Die Schlitzer Kornbrennerei hat auf der Compact-Flash Karte 40 verschiedene Layouts hinterlegt. Ist das Layout ausgewählt wird nur noch das Herstelldatum als julianisches Datum sowie eine Chargennummer eingetragen.
Die auszuwählenden Etikettenlayouts ließen sich auch mit einem angeschlossenen Scanner auswählen.


