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In Gips gemeißelt

- Der Maxiline arbeitet mit der Piezotechnologie
Ob als Mauerwerk, Putz oder Stuck – Gips ist als Baustoff heutzutage nicht mehr wegzudenken. Einer der führenden Hersteller dieses Baumaterials ist die Knauf Gruppe. Ihre Wurzeln liegen im Jahr 1932. Damals gründeten die Brüder Dr. Alfons Knauf und Karl Knauf in Perl, Deutschland, das Unternehmen Gebr. Knauf Rheinische Gipsindustrie. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde mit dem Bau eines Gipswerkes im nordbayerischen Iphofen ein Neuanfang gestartet, wo sich noch heute der Hauptsitz der Gruppe befindet. Mittlerweile ist das Unternehmen Gebr. Knauf Westdeutsche Gipswerke mit 150 Standorten und rund 20.000 Mitarbeitern ein weltweit operierender Konzern. So verstärkte die Knauf Gruppe beispielsweise vor einigen Jahren durch den Erwerb einer Plattenfabrik in Ankara und dem Bau einer zweiten Anlage in Izmit, nahe Istanbul, ihr Engagement in der Türkei.
In Izmit produziert die Knauf A. S. Gipsplatten, die später im Trockenbau zum Einsatz kommen. Doch bevor die Platten das Werk verlassen, werden vorher noch Firmenlogo, Plattenmaße und Qualitätszeichen aufgedruckt. Die notwendige Kennzeichnungstechnik dafür kommt von Mark-O-Print, Lübeck, einem Unternehmen der BluhmWeber Gruppe.
Das war allerdings nicht immer so …
Digitaldruck-Technologie, die begeistert
„Wir hatten vorher Codierer von anderen Herstellern im Einsatz. Mit diesen Systemen waren wir aber unzufrieden“, erklärt Yusuf Cimen, Chef der Elektrowerkstatt in Izmit. „Die Druckqualität war überhaupt nicht gut und auch die Druckgeschwindigkeit entsprach irgendwann nicht mehr unseren neuen Anforderungen.“ Da die Knauf A. S. in der Vergangenheit bereits in einem anderen Bereich sehr gute Erfahrungen mit dem Piezo High-Resolution-Codierer Uniline gemacht hatte, war es nahe liegend, auch in dieser Angelegenheit die Kennzeichnungsspezialisten aufzusuchen. Diese empfahlen den Maxiline.
Wie der Uniline arbeitet der Maxiline mit der Piezotechnologie, die auf Grundlage eines piezoelektronischen Impulses funktioniert. Dabei bewirkt eine durch piezoelektrische Kristalle oder Keramikkammern geführte Spannung eine Formveränderung der Kammern. Das führt dazu, dass die Farbe durch die Düsen gepresst wird. Die eigentliche Düsenplatte kann je nach Druckkopf zwischen 384 und 768 Düsen haben. Wenn der Tintentropfen den Druckkopf verlassen hat, entsteht an dieser Stelle für einen Moment ein Vakuum. Dieses sorgt dafür, dass weitere Tinte aus dem etwas tiefer liegenden Tintentank angesaugt wird und den Pool wieder auffüllt. Die Tinte wird also durch die Schwerkraft an den Kopf zugeführt, eine Pumpe ist nicht erforderlich.
Die verwendeten Tinten sind lösungsmittelfrei und erzeugen deckende, kontrastreiche Drucke auf allen saugfähigen und porösen Oberflächen – damit sind sie auch ideal für die Beschriftung von Gipsplatten.
Selbst bei hohen Produktionsgeschwindigkeiten bleibt die optische Druckqualität konstant gut. Zurzeit werden die Produkte bei Knauf A.S. bei einer Bandgeschwindigkeit von 38 m pro Minute codiert, doch schon demnächst wird die Geschwindigkeit auf 60 m pro Minute erhöht. Kein Problem für den Maxiline.
Schnell und präzise

- Der Druckkopf des Maxiline kann umfangreichere Texte erzeugen (Bild2)
„Mit dem Maxiline haben wir endlich ein System, das unsere Anforderungen zur vollsten Zufriedenheit erfüllt“, freut sich Cimen. „Die notwendigen Informationen können einfach, schnell und präzise von oben und von der Seite auf die Gipsplatten gedruckt werden.“ Bei der Knauf A. S. kommen das Firmenlogo, die CE-Kennzeichnung und die jeweiligen Maße auf das Produkt. Bei Bedarf kann der Druckkopf des Maxiline aber dank einer Druckhöhe von bis zu 100 mm selbst umfangreichere Texte erzeugen und somit auch ein Etikett als Informationsträger ersetzen. Jeder Text kann aus Zeichensätzen verschiedener Formate gestaltet und mit Barcodes, Firmenlogos, Piktogrammen, Gütezeichen, Warnhinweisen etc. kombiniert werden.
Die Textauswahl und Eingabe der Parameter und Daten erfolgt vom Bediener – in diesem Fall ist es der Schichtleiter – schnell und einfach mit Hilfe des beleuchteten
LC-Displays in Verbindung mit einer Folientatstatur. Variable Daten wie Datum, Uhrzeit oder fortlaufende Nummerierung können als Automatikfunktionen schon bei der Textgestaltung eingefügt werden. Die permanente Aktualisierung geschieht während des Codiervorgangs.
Da bei der Knauf A. S. Gips verarbeitet wird, geht es recht staubig zu. Entsprechend unempfindlich müssen die Systeme sein, die in so einem rauen Umfeld zum Einsatz kommen. Auch hier glänzt der Maxiline: In dem Gerät ist ein „Wartungsmodul“ integriert. Dabei handelt es sich um eine elektronisch gesteuerte Reinigungsstation für die fast wartungsfreie Handhabung des Codierers. Der Druckkopf ist zudem besonders robust und langlebig. Ein wichtiger Punkt, denn in Izmit werden die Gipsplatten rund um die Uhr beschriftet, an 7 Tagen in der Woche. Pro Tag kommt man so auf rund 20.000 codierte Gipsplatten!




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