LA 4040 Druckspender von Bluhm Systeme etikettieren Holzprofile bei MOCO.
Ohne Gehörschutz geht es nicht. Wenn Herr Bauer, EDV Leiter der Fa. MOCO in Gessertshausen, in der Profilholzproduktion die Etikettendruckspender LA4040 überprüfen will ist diese "ohrenschützende" Maßnahme schon angesagt. Es geht halt laut zu, wenn Holzbohlen, sog. Battens mit riesigen Bandsägen zu Rohhoblern gespalten werden. Hier bei der J. A. Molfenter GmbH + Co (kurz MOCO) in Gessertshausen nähe Augsburg fallen die sprichwörtlichen Späne reichlich an.
Firmengruppe mit Tradition
Das seit 1865 existierende Familienunternehmen ist ein Teil der MOCO Firmengruppe die in mehreren Standorten in Deutschland gemeinsam mit den Tochterfirmen Pinus Holzimport und Pinufin Oberflächentechnik mit über 300 Mitabeitern im Jahr mehrere Millionen qm Hobelware produziert. Die Gründerväter im- und exportierten bereits vor fast 140 Jahren div. Hölzer aus verschiedenen Teilen Europas. Heute bezieht man die Battens, das sind ungehobelte, aber bereits rechtwinkelige geschnittene (besäumte) Bretter größtenteils aus Finnland, Schweden und Russland. Dabei wird neben der nordischen Fichte, Tanne und Kiefer auch die sibirische Lärche verwendet. Seltener besteht die Nachfrage auch nach Red Cedar und Oregon Pine.

- Battens

- Bandsäge
Bretter mit Profil
Als "normaler Baumarkt-Kunde" kennt man kaum das weite Anwendungsspektrum für die Produkte eines solchen Fachbetriebes. Das umfangreiche Lieferprogramm umfasst Profile für den Innenbereich, Fassadenprofile, Massivholzböden, Leisten, Konstruktionshölzer, Glattkant + Balkonbretter und Gartenhölzer.
MOCO hält ständig ca. 0,5 Mio. qm Profilholz vor, das bereits kurze Zeit nach Auftragseingang beim Kunden angeliefert werden kann. Der hauseigene LKW-Fuhrpark sorgt für den schnellen und reibungslosen Ablauf der Auslieferung. Die zahlreichen zufriedenen Kunden bestehend aus dem Holzfachhandel und auch Baumärkten wissen diesen Service ebenso zu schätzen wie die erstklassige Qualität der gelieferten Holzprofile.
Doch zurück zur Produktion:
Nachdem nun die Battens zu 2 bis 4 Rohhoblern gespalten wurden, werden sie vereinzelt und laufen vollautomatisch durch die Hobel- und Fräsmaschinen. Hier erhalten die Bretter das vom Kunden gewünschte Profil. Auch wenn das MOCO-Lieferprogramm schon eine stattliche Zahl an Profilen aufweist, kommt es immer wieder vor, dass ein Kunde ein ganz besonderes Profil wünscht. Die teilweise von MOCO selbst konstruierten Maschinen und speziell angefertigte Fräswerkzeuge sind in der Lage auch diesen Wünschen gerecht zu werden.
Nach dem Profilfräsen werden die einzelnen Bretter gestapelt und in Schrumpffolie eingeschweißt. Besonders die Kunden aus dem Baumarktbereich legen großen Wert auf eine verkaufsgerechte Verpackung und eine höherwertigen, "scannerkassengerechten" Etikettierung. Hier kommen dann die LA 4040 Druckspender aus dem Hause Bluhm Systeme zum Einsatz.

- LA 4040 nach Schrumpffolien-Verpackung

- LA 4040
Wipe On vs. Tamp-Blow
Eine besondere Schwierigkeit bei der Etikettierung bereitete in der Vergangenheit dabei die spezielle Eigenschaft des verwendeten Werkstoffes. Holz ist ein "lebendes Material" das in Länge und Breite arbeitet.
Ein Aufbringen des Labels im Wipe-On Verfahren, wie es früher durchgeführt wurde, brachte nur unzureichende Ergebnisse. Erst der Einsatz der LA 4040 Systeme, die im sog. Tamp-Blow Verfahren das Etikett berührungslos aufblasen, konnte die Wünsche erfüllen.
Damit auch unterschiedlich hohe Profilstapel ohne Nachjustierung des Spendesystems etikettiert werden können hat man die Tamp-Blow Spender mit einem variablen Spendehub ausgerüstet. D.h. der Etikettenstempel verfährt in Richtung des Produktes. Ein Sensor "erkennt" die Produktoberfläche und leitet den Abblasvorgang ein.
Herr Bauer erläutert: "Die Umrüstung auf den variablen Spendehub erlaubt uns nun auch die größten Toleranzen im Holz problemlos zu verarbeiten. Dank der professionellen Unterstützung der Fa. Bluhm konnten wir den Umbau der Spender in eigener Regie durchführen". Weiterhin erläutert er: "Überhaupt, die hervorragende und offene Kooperation mit den Mitarbeitern des Hauses Bluhm waren für uns kaufentscheidend. Alleine schon die Eigenentwicklung der Etikettensoftware wäre ohne diesen Informationsfluß nicht möglich gewesen."

- Datamax mit PanelPC

- Label auf der Verpackung
So einfach wie möglich . . .
Herr Bauer spricht hier ein wichtiges Thema an. Die Steuerung des Etikettendruckes, speziell zugeschnitten auf die Anforderungen in der Produktion, wurde von ihm selber entwickelt.
Dazu erläutert uns Herr Bauer:
"Das eigentliche Etikettenlayout haben wir in LfW 3 erstellt und in eine Druckdatei für die Etikettendrucker geschrieben. Die darin enthaltenen Variablen werden dann automatisch mit den veränderlichen Daten aus unserem WWS System gefüllt. Höchste Priorität hat die einfache Bedienung des Systems durch den Mitarbeiter in der Produktion. An den Spendesystemen haben wir PC mit Touch-Screens installiert. Somit können die Mitarbeiter schnell und einfach die erforderlichen Daten eingeben. Alles andere muss dann automatisch erfolgen."
Um diesen Automatismus noch zu vervollständigen wurden die Grafiken der Holzprofile und Logos in einen Flash Speicher des Druckers hinterlegt. Somit geht die Datenübertragung an den Drucker um ein Vielfaches schneller und das Etikett kann flexibler gestaltet werden.
Wenn Sie also beim nächsten Baumarktbesuch in die Abteilung für Profilhölzer kommen, haben Sie nun eine kleine Idee wie viel Aufwand in der Vorbereitung für jede Verpackungseinheit steckt.
Und wenn Sie selbst zu Hobel + Säge greifen: auch da gilt - Gehörschutz nicht vergessen!




